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Bruderschaft und Wahrhaftigkeit Abhandlung Über Die Auferstehung
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WUNDER MOHAMMEDSNeunzehnter Brief Diese Abhandlung erklärt mehr als dreihundert Wunder. So wie sie das Wunder erklärt, daß Mohammeds Sendung darstellt, so ist sie selbst auch die wunderbare Wirkung dieses Wunders. Sie ist in drei-, vierfacher Hinsicht ein wundervolles Ergebnis: Erstens: Sie wurde, einschließlich Zitaten und Quellenangaben, ohne in Büchern nachzuschlagen, bei einem Umfang von mehr als hundert Seiten in drei, vier Tagen aus dem Kopf abgefaßt. Bei einer täglichen Arbeit von zwei, drei Stunden auf allen Bergen und in allen Ecken und Hecken in zwölf Stunden zusammengestellt, ist sie selbst ein wunderbares Ereignis. Zweitens: Diese Abhandlung führte trotz ihrer Länge weder zu Langeweile beim Schreiben, noch verlor sich beim Durchlesen die Lust an ihs. Sie brachte diese faulen Besitzer des Stiftes dermaßen in Eifer und Begeisterung, daß sie selbst noch in einer Zeit von Verdruß und Bedrängnis innerhalb eines Jahres nahezu siebzig Abschriften verfertigten, was die wunderbare Wirkung dieser Abhandlung über die Wunder des Gesandten ist und denen, die darum wußten, ihre Überzeugung gab. Drittens: Ohne eine Kenntnis von der Kunst des Schreibens und den Gesetzen der Übereinstimmung und bevor wir noch selbst eine solche Übereinstimmung wahrnehmen konnten, zeigte sich auf der Niederschrift und acht weiteren Abschriften, ohne daß die Schreiber einander gesehen hätten, bei dem Wort "Rasul-u Ekrem (der Ehrenwerte Gesandte)" in der ganzen Abhandlung und bei dem Wort "Quran" im fünften Teil eine Übereinstimmung auf eine solche Weise, daß für den, der auch nur über ein Fünkchen klaren Denkens verfügt, ein Zufall ausgeschlossen bleibt. Wer das gesehen hat, urteilt mit Bestimmtheit, daß hierein Geheimnis aus der unsichtbaren Welt vorliegt, ein Wunder, das von dieser Abhandlung über die Wunder Mohammeds ausgegangen ist. Die am Anfang dieser Risala stehenden Gnındsätze sind besonders wichtig. Auch die in dieser Risala angeführten Hadithe künden zugleich mit den von fast allen Imamen der Hadithe als zuverlässig angenommenen die zuverlässigsten Ereignisse aus dem Leben des Propheten. Wäre es notwendig, zu sagen, welche Vorzüge diese Abhandlung besitzt, müßte man ein Werk vom Umfang dieser Abhandlung schreiben, weshalb wir denen, die den Wunsch dazu verspüren, empfehlen, sie doch nur einmal zu lesen. Said Nursi Hinweis: In dieser Abhandlung habe ich viele Ehrwürdige Ahadith angeführt. Ich habe aberkeine Hadith-Sammlung bei mir. Sollte im Wortlaut der von mir abgefaßten Hadithe ein Fehlerauftauchen, möge man sie, bitte, verbessern, oder aber, es soll heißen: "Hadith dem Sinne nach". Denn nach der vorherrschenden Meinung gilt: "Es ist erlaubt ein Hadith sinngemäß zu zitieren". Das heißt: Man entnimmt dem Hadith den Sinn und kleidet ihn in eigene Worte. In diesem Fall möge man dort, wo der Wortlaut nicht stimmt, ihn als sinngemäßen Hadith betrachten. Wunder Ahmeds (Friede und Segen sei mit ihm! *) "Im Namen dessen, der gepriesen sei. Und es gibt kein Ding, das Ihn nicht dankend lobpreist." "Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Er, der Seinen Propheten mit der Rechtleitung gesandt hat und mit dem wahren Glauben, damit er ihn über jedem Glauben zeigen solle. Und es genügt Allah als Zeuge. Mohammed (ASM) ist der Gesandte Allahs... (usw.)" Wir haben das Prophetentum Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei bereits im 19. und 31. Wort, der Abhandlung über Mohammedt (ASM) Sendung mit unbezweifelbaren Zeugnissen bewiesen. Wir lassen deshalb die Beweislast dort und zeigen hier nur noch einige Schlaglichter zu dieser großen Wahrheit in neunzehn Hinweispunkten zur Ergänzung auf. * Die Übersetzung eines Segenswunsches im Arabischen "Alaihi-Ssalatu wa-Ssalam", dessen Abkürzung "ASM", die wir in kommenden Stellen gebrauchen. - Der Name Ahmed ist einer von den allgemein bekannten Namen des Propheten, nämlich: Ahmed, Mahmud, Mohammed, Mustafa.A.d.Ü.
Erster Hinweispunkt Er, welcher der Eigentümer und Verwalter des Alls ist handelt sicher mit Wissen, verwaltet mit Weisheit, führt Seine Geschäfte mit einer allseitigen Umsicht, besorgt sie allwissend und allsehend und leitet sie mit der Weisheit und Zielstrebigkeit und zu dem Nutzen, den wir überall erblicken, entsprechend Seinem Willen. Da aber nun derjenige, der es getan hat, es auch weiß, redet sicherlich auch derjenige, der es weiß. Da Er aber nun einmal reden wird wird er sicherlich auch mit denjenigen reden, die Bewußtsein und Verstand haben und zu reden wissen. Da Er aber nun einmal mit den Verständigen reden wird, wird Er sicherlich auch mit dem Menschengeschlecht reden, das im Kreise der bewußtseintragenden Geschöpfe das vielfältigste ist und über das umfassendste Bewußtsein verfiigt. Da Er aber nun einmal mit dem Menschengeschlecht reden wird, wird Er sicherlich auch mit denjenigen Menschen reden, die für Ihn ansprechbar und vollkommene Menschen sind. Da Er aber nun einmal mit denjenigen reden wird, die am vollkommensten sind, deren Fähigkeit am höchsten entwickelt ist, deren Gesittung erhaben ist und die die Führer des Menschengeschlechtes sein werden, wird Er sicherlich mit Mohammed (ASM) reden und hat auch mit ihm geredet, ihn zu Seinem Gesandten machen, was Er auch getan hat und ihn für das Menschengeschlecht zu dessen Führer machen. Dies hat Er auch getan. Mit ihm sei Segen und Frieden, mit ihm, der in Übereinstimmung von Freund und Feind die besten Fähigkeiten und die höchste Gesinnung hat, dem sich ein Fünftel der Menschheit unterordnet und dessen geistiger Herrschaftsbereich die halbe Erde umfaßt und von den Lichtstrahlen, die er gebracht hat, in eine Zukunft von 1300 Jahren hinein erleuchtet worden ist, mit dem der erleuchtete Teil der Menschheit und die Leute des Glaubens ununterbrochen fünf Mal täglich ihren Bund erneuern, über ihn ihre Gebete um Frieden und Segen aussprechen, ihm ihr Lob und ihre Liebe entgegenbringen. Zweiter Hinweispunkt Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Frieden und Segen sei, hat für sich den Anspruch erhoben, ein Prophet zu sein, den Ruhmreichen Quran als einen Ferman vorgewiesen und nach Ansicht islamischer Gelehrter an die tausend offensichtlicher Wunder gewirktl. Die Existenz dieser Wunder ist insgesamt ein Faktum von der gleichen Sicherheit, wie sein Anspruch auf das Prophetentum. Der an vielen Stellen im Weisen Quran angeführte Hinweis, daß ganz besonders verbohrte Ungläubige von Zauberei berichteten, zeigt, daß selbst diese so verbohrten Ungläubigen solche Ereignisse und die Existenz dieser Wunder nicht leugnen konnten. Doch sie haben sich selbst etwas vorgemacht und ihre Untertanen zu betören versucht. Daher sprachen sie, Gott sei geklagt, von Zauberei. Es gibt diese Wunder Mohammeds, mit dem Friede und Segen sei, tatsächlich mit der Sicherheit von der Kraft einer hundertfach bezeugten Übereinstimmung. Es ist aber ein Wunder, die Bestätigung seines Anspruchs durch den Schöpfer des Alls und gilt wie ein "Ssadagt! (d.h. er hat die Wahrheit gesagt.)" Sagtest du also in königlicher Versammlung und in seiner Gegenwart: "Der König hat mich mit dieser oderjener Arbeit beauftragt." und wollte man von dir eine Bestätigung deiner Behauptung, und sagte dann der König "Ja! ", so wäre dies für dich eine Bestätigung. Desgleichen würde es deine Behauptung bestätigen, wenn er aufgrund deiner Vorrangstellung seine Gewohnheiten oder seine Haltung änderte, stärker noch und mit noch größerer Gewißheit als durch ein bloßes "Ja"-sagen. Desgleichen hat auch der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, verkündet: "Ich bin der Botschafter des Schöpfers dieser Welt. Mein Beweis dafür ist dies: Er wird Seinen immerwährenden Brauch, Seine ewigen Gesetze auf mein Gebet und um meines Ranges willen ändern. So schaut denn einmal auf meine Finger! Er läßt sie wie einen Brurınen mit fünf Ausläufen fließen. Seht dort den Mond! Auf ein Zeichen meines Fingers hin spaltet Er ihn entzwei. Betrachtet den Baum dort! Um mich zu bestätigen, kommt er zu mir und legt sein Zeugnis (Schahada) ab. Betrachtet diese Stückchen einer Mahlzeit hier! Obwohl dies kaum genug für zwei, drei Mann ist, seht doch, wie Er damit zwei-, dreihundert Mann sättigt." so vollbrachte er noch hunderte anderer ähnlicher Wunder. Die Zeugnisse für die Wahrhaftigkeit dieser Persönlichkeit und die Beweise für seine Sendung sind jedoch nicht nur auf seine Wunder beschränkt. Vielmehr beweisen nahezu alle seine Handlungen und Taten, seine Reden, seine Haltung, seine Gesinnung und sein Umgang, seine innere und äußere Erscheinung dem aufmerksamen Beobachter seine Wahrhaftigkeit und Emsthaftigkeit. Sogar Abdullah ibn Sselam, ein berühmter Gelehrter unter den Söhnen Israels und viele andere gleich ihm kamen zum Glauben, beeindruckt von dieser Ehrwürdigen Persönlichkeit, mit der Friede und Segen sei, und einer Begegnung mit ihm und sagten: "Diese Persönlichkeit kennt kein Falsch! In seinem Gesicht kann Trug nicht sein." Forscher und Gelehrte haben gesagt, daß es etwa tausend Wunder und Beweise für sein Prophetentum gibt. Es gibt aber dennoch tausende, ja vielleicht hunderttausende von Beweisen für sein Prophetentum. Und hunderttausende verschieden denkender Menschen haben das Prophetentum dieser Persönlichkeit auf hunderttausenden von Wegen bestätigt. Der Weise Quran allein zeigt mit tausend Belegen das Prophetentum Mohammeds (ASM) auf, abgesehen davon, daß er selbst in vierzigfacher Hinsicht ein Wunder ist. Darüber hinaus hat es immer in der Geschichte der Menschheit immer wieder Propheten gegeben und hunderttausende sind gekommen, haben den Anspruch erhoben, Propheten zu sein, Wunder gezeigt und sind wieder gegangen. Das Prophetentum Mohammeds (ASM) steht mit einer Sicherheit fest, die über der aller anderen zuverlässig ist. Denn das, was als Beweis für die Sendung Jesu und Mosis, mit denen der Friede sei, und für alle anderen Propheten wie sie, zur Grundlage dient, und in ihren Eigenschaften, ihrer Haltung und in ihrem Wirken innerhalb ihrer Gemeinde zum Ausdruck kam, findet sich bei dem Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, in noch vorzüglicherer Weise. Dritter Hinweispunkt Die Wunder des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, sind sehr unterschiedlich. Da sein Prophetentum allumfassend ist, hat er auf fast allen Gebieten der Schöpfung ein Wunder gewirkt. Es ist wie bei der Ankunft des ehrenwerten Botschafters eines Königs, der mit vielen Geschenken in eine Stadt kommt, die von Angehörigen verschiedener Nationen bewohnt ist, wobei jedes Volk ihm durch seine Vertreter einen Empfang bereitet und ihn in der diesem Volk eigenen Sprache Willkommen heißt und ihm Beifall spendet. Genauso war es auch bei der Ankunft des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, als er in seiner Eigenschaft als oberster Botschafter des Königs von Ewigkeit zu Ewigkeit die Welt mit seinem Besuch beehrte und zu dem Menschengeschlecht, das die Bewohner der Erde bildet, als Beauftragter kam und ihr von dem Schöpfer des Alls das Licht der Wahrheit und geistige Gaben brachte, die eng verbunden sind mit der Wahrheit über das ganze All. Gesteine, Gewässer, Gesträuch und Getier, sie alle, die Menschen, und hin bis zum Mond, der Sonne und den Gestirnen, einejede Art spendete ihm als ihrem Botschaf ter in der ihr eigenen Sprache ihren Beifall, brachte ihm in ihren Händen ein Wunder entgegen und entbot ihm Willkommen. Es würde aber nun ein umfangreiches Werk erfordem, wollte man von allen seinen Wundern erzählen. Theologen und Erforscher der Wahrheit haben über die Beweise für sein Prophetentum im Einzelnen mannigfaltige Bände verfaßt. Wir wollen hier nur als einen kurz zusammengefaßten Hinweis auf die jenigen Wunder, welche sicher bezeugt sind und hinsichtlich derer geben. Es zerfallen aber die Beweise für das Prophetentum Mohammeds (ASM) hauptsächlich in zwei Gruppen: Erstens: Die erste wird Irhasat genannt und umfaßt die wunderbaren Ereignisse in der Zeit vor seiner Berufung zum Propheten und die während seiner Geburt. Zweitens: Es sind die übrigen Beweise für sein Prophetentum. Auch diese zweite Gruppe zerfällt in zwei Arten: Erstens: Solche, die sich nach seiner Berufung zum Propheten ereignet haben, wunderbare Ereignissejedoch, die offenbart wurden, um sein Prophetentum abermals zu bestätigen. Zweitens: Wunder, die er in der "Glücklichen Zeit" gewirkt hat. Diese zweite Gruppe zerfällt wiederum in zwei Arten. Erstens: Beweise für sein Prophetentum, die durch seine Persönlichkeit, seine innere und äußere Erscheinung, seine Gesittung und durch seine Vollkommenheit zum Ausdruck kamen. Zweitens: Es sind dies die Wunder, die sich an Objekten vollzogen, an äußerlichen Dingen in Erscheinung traten. Diese zweite Gruppe zerfällt wiederum in zwei Arten. Erstens: Sie betrifft das spirituelle Leben und den Quran. Zweitens: Sie betrifft den materiellen Bereich und das irdische Leben. Auch dieser zweite Bereich umfaßt zwei Gruppen. Erstens: Sie betrifft die Wunder und die außerordentlichen Geschehnisse, die sich während der Zeit seiner prophetischen Sendung gezeigt haben, um den Starrsinn der Ungläubigen zu brechen oder aber die Kraft des Glaubens der Gläubigen zu vermehren. Es gibt hier zwanzig verschiedene Arten, wie die Spaltung des Mondes, das Strömen des Wassers aus seinen Fingern, die Sättigung vieler mit nur wenig Nahrung und das Reden der Tiere, Bäume und Steine. Jede Art hat den Sicherheitsgrad einer geistigen Übereinstimmung und es gibt auch für jede Art ein Beispiel, das sich oftmals wiederholt hat. Zweitens: Es sind dies zukünftige Ereignisse, die er vorausgesagt hat, nachdem Gott der Gerechte ihn darüber in Kenntnis gesetzt hatte und die sich dann genau so ereignet haben. wie er es angekündigt hatte. Wir wollen nun mit dieser letzten Gruppe beginnen und eine derartige Liste zusammenfassen* * Anmerkung: Leider konnte ich nicht so schreiben, wie ich es mir vorgenommen hatte. So habe ich denn, ohne es zu wollen, dasgeschrieben, was mir ins Herz kam. So konnte ich meiner Gliederung (des Stoffes) nicht ganz ordnungsgemäßfolgen. Vierter Hinweispunkt Die Berichte, die uns der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Segen und Frieden sei, aus nicht unmittelbar einsehbaren Bereichen durch die Übermittlung des Herrn alles Unsichtbaren mitgeteilt hat, lassen sich weder zählen noch berechnen. Entsprechend unserem Hinweis auf die Arten dieser Berichte im 25. Wort, das den Charakter des Quran als Wunder betrifft und dieses zum Teil erklärt und beweist, beziehen wir jetzt dieses Wort auf die Erklärung des Berichtes, den er aus der verborgenen Welt über die vergangenen Zeiten und deren Propheten gegeben hat, als auch auf die Wahrheiten über Gott, über die Welt und über das Jenseits und wollen auch auf einige der vielen genauen Voraussagen hinweisen, die Gottes Botschafter über seine Gefährten gemacht hat, seine Familie und seine Gemeinde. Doch zuerst wollen wir sechs Grundsätze zur Einleitung erklären, damit diese Wahrheit vollständig verstanden werden kann. Erster Grundsatz: Es könnte in der Tat jede Haltung und Handlung des Ehrwürdigen Propheten, mit dem Friede und Segen sei, Zeugnis für seine Wahrhaftigkeit und für sein Prophetentum ablegen, doch braucht nicht jede Haltung und Handlung wunderbar zu sein. Denn Gott der Gerechte hat ihn uns in Menschengestalt gesandt, sodaß er den Menschen in ihren gesellschaftlichen Verhältnissen Führer und Vorbild sein möge, um sich durch ihren Umgang und durch ihre Handlungen das Glück in dieser und injener Welt zu verdienen und damit er die Kunst des Herrn und das Wirken der Macht Gottes aufzeigen möge, das wunderbar und von dem jedes ein Wunder der Macht Gottes ist, obwohl wir es für alltäglich halten. Wäre er in seinen Handlungen aus seiner Menschlichkeit herausgetreten und wären alle seine Taten Wunder, hätte er kein Führer sein können. Er hätte in seinen Haltungen, Handlungen und durch seine Lebensweise kein Vorbild sein können. Doch um sein Prophetentum den Verstockten gegenüber unter Beweis zu stellen, hat er wunderbare Taten vollbracht und manchmal in Notfällen Wunder gezeigt. Da wir in dieser Welt in einer Prüfung sind, die nur bei Verantwortung einen Sinn hat, dürfte ein Wunder nicht so offensichtlich sein, daß die Ungläubigen gezwungenermaßen ihn bestätigen müßten. Denn in Übereinstimmung mit dem Sinn der Prüfung und der Weisheit, die aus der Verantwortung erwächst, ist es erforderlich, daß das Tor der Vernunft offen bleibt und die Freiheit zu vernunftgemäßer Entscheidung uns nicht aus der Hand genommen wird. Wären seine Wunder in ganz offensichtlicher Weise geschehen, wäre dem Verstand keine Wahl mehr geblieben. Ebu Dschehil würde gleich Ebu Bekir ihn bestätigen. Die Prüfung hätte keinen Nutzen und die Verantwortung keinen Sinn mehr. Kohle und Diamanten hätten den gleichen Wert. Obwohl tausende verschiedener Menschen mit tausenden Gesinnungen - unübertrieben -jeder mit einem einzigen Wunder des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, oder mit einem Beweis für sein Prophetentum oder mit einem seiner Worte oder mit einem Blick in sein Gesicht und so weiter. . .je mit einem Zeichen zum Glauben gelangten, gehen manche unglückselige Menschen von heute erstaunlicher Weise in die Irre, als sollten all diese tausende Beweise seines Prophetentums, welche alle diese tausende verschiedene Menschen und kritisch betrachtenden Denker durch zuverlässige Überlieferung und sicheren Werken zum Glauben geführt hatten, für sie nicht genügen! Zweiter Grundsatz: Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, ist einerseits ein Mensch, der sich hinsichtlich seines Menschseins wie ein Mensch verhält, andererseits ist er aber auch ein Gesandter, der hinsichtlich seiner Sendung der Botschafter Gottes des Gerechten und sein Prophet ist. Seine Botschaft beruht auf dem, was ihm offenbart wurde. Diese Offenbarung umfaßt zweierlei: Die erste Art ist "direkte Offenbarung". Hier ist der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, nur der Dolmetscher, der Verkündiger, der keinen Kommentar gibt. Beispiele dafür sind der Quran und einige außerquranische Worte Gottes. Die zweite Art ist "sinngemäße Offenbarung". Auch sie ist in ihrem Kem und Wesen Eingebung und Offenbarung, doch die Einzelheiten und Erklärungen dazu stammen von dem Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Wenn er solche Offenbarungen erklärt und beschreibt, stützt er sich auch hier manchmal auf Offenbarung und Eingebung, manchmal spricht er gemäß seiner eigenen Einsicht. Wenn er aber auf seine eigenen Erklärungen zurückgreift, verkündet er entweder in der heiligen und erhabenen Vollmacht, die ihm aufgrund seines prophetischen Auftrags zu eigen ist, oder er äußert sich als Mensch entsprechend Sitte, Gewohnheit und Ebene allgemeinen Verständnisses. So sollte man denn nicht alle Einzelheiten eines Hadith so betrachten, alsseinen sie die lautere Offenbarung. Man sollte auch nicht die erhabenen Zeichen seiner Sendung in solchen Gedanken und Handlungen suchen, die aus seiner Menschlichkeit eıwachsen sind. Da einige Wahrheiten ihm in kurzer und abstrakter Form offenbart worden sind und er sie selbst im Lichte seiner eigenen Einsicht und allgemeinem Verständnis entsprechend beschreibt, benötigen die bildlichen Ausdrücke und Gleichnisse in seinen Beschreibungen manchmal der Erklärung oder sogar der Ausdeutung. Denn es gibt zuweilen Wahrheiten, die dem Verstand nur durch Gleichnissen nahe gebracht werden können. So hörte man zum Beispiel einmal während eines Beisammenseins mit dem Propheten ein Geräusch aus der Tiefe. Der Prophet sagte: "Dieses Geräusch entstammt der Tiefe der Hölle, von dort wo ein Stein, der siebzig Jahre lang hinab gerollt ist, dort aufgeschlagen und dieses Geräusch verursacht hat4." Eine Stunde später kam die Nachricht: "Ein berühmter Heuchler ist im Alter von siebzig Jahren verstorben und zur Hölle gefahren."Dieser Bericht zeigt die Ausdeutung von einem Geschehnis, das Mohammed, mit dem Friede und Segen sei, in einem so prägnanten Gleichnis mitgeteilt hatte. Dritter Grundsatz: Berichte, die uns in Form einer allgemeinen Übereinstimmung überliefert worden sind, sind fest und zuverlässig. Es gibt zwei Arten solcher Überlieferungen. Die eine wird als "eindeutige" die andere als eine "sinngemäße" Überlieferung bezeichnet. Auch unter den sinngemäßen Überlieferungen gibt es zwei Arten. Die eine wird "stillschweigende" genannt, denn sie zeigt sich als eine, die stillschweigend akzeptiert wird. Zum Beispiel: In einer Gemeinschaft erzählt jemand ein Ereignis, das vor den Augen dieser Leute geschehen ist. Widersprechen die Leute seiner Erzählung nicht, nehmen diese mit Stillschweigen auf, so bedeutet dies so viel wie Zustimmung. Wenn nun auch noch diese Gemeinschaft von dem berichteten Ereignis selbst betroffen und zudem bereit ist, zu kritisieren, aber nicht dazu, Falschheit zu decken, vielmehr eine Lüge als besonders häßlich betrachtet, so ist ihr Stillschweigen sicherlich ein starker Beweis für das geschehene Ereignis. Zum Beispiel: Wenn über ein geschehenes Ereignis berichtet wird: "Mit einem Pfund einer Mahlzeit wurden zweihundert Menschen gesättigt ", jedoch die Berichterstatter auf unterschiedlicher Weise berichten, der eine auf diese, der andere auf jene Art, der dritte wieder auf eine andere Art erzählt, sie alle aber über das gleiche geschehene Ereignis übereinstimmen, so ist also eine solche Erzählung zwar nicht klar umrissen, jedoch dem Inhalt nach stimmig und zuverlässig. Die Unterschiede in der Darstellung sind dabei nicht von Nachteil. Ja, es kommt sogar manchmal vor, daß eine Überlieferung zwar nur einen einzigen Garanten hat, jedoch unter gewissen Bedingungen die Kraft einer allgemeinen Überlieferung in sich trägt. Ja es kommt auch zuweilen vor, daß eine Überlieferung trotz dieses nur einen Garanten infolge noch anderer, zusätzlicher Dinge eine gleiche Zuverlässigkeit in sich trägt. So besteht denn über die meisten Berichte, die sich auf die Wunder und die Beweise für das Prophetentum des Ehrwürdigen Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, beziehen, eine entweder eindeutige oder sinngemäße oder stillschweigende Überlieferung. Ein Teil von ihnen ist jedoch "Bericht nur eines Garanten". Aber auch diesen muß man unter den gegebenen Umständen, nachdem er die Billigung durch das kritische Auge der Kenner der Hadithe erfahren hat, gleichfalls die Zuverlässigkeit einer allgemein anerkannten Überlieferung zusprechen. Es gab in der Tat unter den Kennern der Hadithe Forscherpersönlichkeiten, die man Hafis nannte, die wenigstens hunderttausend Hadithe auswendig kannten, die fünfzig Jahre ihr Morgengebet mit dem Abdest des Nachtgebets verrichteten, welche die Autoren der sechs Hadithsammlungen, angeführt von Buchari und Moslim waren, Koryphäen der Wissenschaft auf dem Gebiete der Hadithe, Gelehrte, die solche Berichte nur eines Garanten verifıziert und akzeptiert haben, sodaß diese in ihrer Zuverlässigkeit nicht hinter den als allgemein anerkannten Überlieferungen zurückbleiben. Denn sie haben sich in der Tat dermaßen auf die Hadithe des Ehrwürdigen Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, spezialisiert, wurden so vertraut mit dessen Ausdrucksweise, seinem überragenden Stil und seiner Art, sich zu äußern, daß ihnen daraus die Fähigkeit erwuchs, sobald sie unter hundert Hadith ein "hinzugefügtes" entdeckten, zu sagen: "Es ist hinzugefügt. Das kann kein Hadith sein, kein Wort des Propheten." So wiesen sie es zurück. Wie ein Juwelier kannten sie die Perlen der Überlieferung und verwechselten sie nicht mit gewöhnlichen Worten. Es gab nur wenige Forscher wie Ibn Dschausi, die in ihrer Kritik so weit gingen, selbst einige Echte Hadithe als hinzugefügt anzusehen. Man darf jedoch nicht sagen: "Jedes hinzugefügte Wort ist seinem Inhalt nach falsch", man muß vielmehr sagen: "Dieses Wort ist kein Hadith." Frage: Welcher Nutzen liegt darin, die Kette der Überlieferung einer Tradition zu rezitieren, indem man selbst dann, wenn es im Falle eines wohlbekannten Ereignisses nicht nötig ist, sagt: "Dieser und jener informierte diesen und jenen...usw."? Antwort: Der Nutzen ist vielfältig. Er ist kurzgesagt folgender: Die Rezitierung der Kette zeigt die Übereinstimmung der treuen, zuverlässigen Kenner der Hadithe und die Einmütigkeit der urteilgebenden Autoritäten, deren Namen darin eingeschlossen sind. Jeder der Gelehrten und Imame zeichnet gewissermaßen für die Genauigkeit der Überlieferung und setzt seinen Stempel darunter. Frage: Warum sind die wunderbaren Ereignisse nicht in der Form einer zuverlässigen Überlieferung weitergegeben worden und das auf ebenso vielen Wegen und mit dem gleichen Nachdruck wie die grundlegenden Bestimmungen des islamischen Gesetzes? Antwort: Dies geschah, weil die Mehrheit der Bestimmungen des islamischen Gesetıes von den meisten Menschen bei den meisten Ereignissen in Anwendung kommen, denn sie können an jeden Einzelfall angepaßt werden. Aber nicht jeder muß jedes Wunder kennen, und selbst wenn er es kennt, genügt es ihm es einmal gehört zu haben. Es ist hier ähnlich wie bei den Verpflichtungen einer Gemeinschaft: Es genügt, wenn ein Teil von ihnen sie kennt. Es ist aus diesem Grunde, daß Wunder uns nur von ein, zwei Erzählern berichtet werden, selbst wenn die Tatsache eines solchen Ereignisses mit einer zehnfach höheren Zuverlässigkeit feststeht als eine Bestimmung aus der Scheriah, wohingegen dergleichen Bestimmungen von zehn oder zwanzig Personen überliefert werden. Vierter Grundsatz: Künftige Ereignisse, die der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, vorausgesagt hat, waren keine eng abgegrenzten Geschehnisse, vielmehr sagte er allgemeine, sich wiederholende Ereignisse nach Art eines umgrenzten Geschehnisses voraus. Dieses Geschehnis hatte jedoch verschiedene Gesichter. Dabei erklärte erjedes Mal einen Aspekt. Am Ende aber vereinigte der Hadithenähler diese Betrachtungspunkte. Das scheint dann den Tatsachen zu widersprechen. Es gibt zum Beispiel über Hasret Mehdi verschiedene Überlieferungen. Dabei sind die Schilderungen der Einzelheiten und die Beschreibungen der Zusammenhänge völlig verschieden voneinander. Wie wir jedoch bereits in einem Abschnitt des 24. Wortes erklärt haben, hat der Ehrwürdige Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, gestützt auf eine Offenbanıng, einen Mehdi verkündet, der in jedem Jahrhundert kommen werde, um die geistigen Kräfte der Gläubigen zu erhalten und zu bewahren, ihnen zu helfen, angesichts von Katastrophen nicht in Verzweiflung zu verfallen und die Gläubigen innerlich mit den Nachkommen aus dem Hause des Propheten zu verbinden, die in der Welt des Islam eine leuchtende Kette durch alle Zeiten bilden. Dem Mehdi vergleichbar, der am Ende der Zeiten kommt, fanden sich in jedem Jahrhundert aus dem Hause des Propheten ein oder mehrere Mehdis. Ja sogar einer der Kalifen von den Abbasiden, die mit dem Hause des Propheten verbunden waren, vereinigte in sich eine ganze Reihe Eigenschaften des großen Mehdi. So haben denn die vielen Vorbilder des großen Mehdi, die ihm vorausgingen und für welche die Mehdis unter den Kalifen und die Mehdis unter den geistigen Polen Beispiele waren, dazu geführt, daß ihre Eigenschaften mit den Eigenschaften des eigentlichen Mehdi verwechselt wurden,weshalb die Überlieferungen einander zu widersprechen scheinen. Fünfter Grundsatz: Der Ehrwürdige Gesandte selbst, mit dem Friede und Segen sei, konnte entsprechend dem Geheimnis "Niemand kennt das Verborgene außer Allah" das Verborgene nicht kennen. Stattdessen offenbarte Gott der Gerechte es ihm und so offenbarte auch er es. Gott der Gerechte ist sowohl der Allweise als auch der Allbarmherzige. Was aber Seine Weisheit und Seine Barmherzigkeit betrifft, so erfordern die meisten verborgenen Dinge verhüllt zu bleiben, unbekannt zu sein. Denn in dieser Welt gibt es viele Dinge, die den Menschen nicht angenehm sind. Sie schon vorauszuwissen, bevor sie geschehen, ist schmerzlich. So liegt es denn in diesem Geheimnis, daß der Tod und die Stunde des Abschieds im dunkeI bleiben und auch das Unglück, das auf den Menschen zukommt, unter dem Vorhang des verborgenen verhüllt bleiben. So ist es denn auch ein solches Erfordernis der Weisheit des Herrn und dergöttlichen Barmherzigkeit den Ehrwürdigen Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, in der großen Empfindsamkeit seines Erbarmens für seine Gemeinde nicht allzu sehr zu verletzen und ihn in seiner Liebe zu seiner Familie* * Anmerkung: Um Ahmed (= Mohammed), mit dem Friede und Segen sei, in seiner tiefen Liebe und Zuneigung zu seinerGattin Aischa-i Ssiddiqa nicht zu verletzen, wurde ihm nicht eindeutig gezeigt, daß sie in der "KamelSchlacht" mit beteiligt sein würde. Ein Beweis dafür ist, daß er seinen Gattinnen einmal sagte: "Ach wüßte ich doch, wer von euch in dieser Schlacht beteiligt sein wird!" Späterjedoch sollte er durch einen kleinen Wink etwas davon erfahren, sodaßer Hasret Ali (RA=Radya'llahu anh, Gott möge mit ihm zufrieden sein!) sagte: "Es könnte sein, daß sich einmal etwas zwischen dir und Aischa ereignen wird..." und zu seinen Gefährten nicht allzu sehr zu verwunden, wenn er ihm die furchtbaren Ereignisse, welche seinen Gefährten und seiner Gemeinde nach dem Weggang des Propheten bevorstehen würden, diesem Erfordernis Seiner Weisheit und Barmherzigkeit entsprechend nicht umfassend und in allen Einzelheiten zeigte. Zwar hat Er ihm aufgrund Seiner Weisheit einige bedeutende Ereignisse bekannt gemacht, jedoch nicht in ihrer ganzen Grausamkeit. Diese hat er auch verkündet. Desgleichen hat Er ihm auch von den schönen Ereignissen teilweise in einer Zusammenfassung, teilweise in ihren Einzelheiten Kunde gegeben. Auch diese hat er bekannt gemacht. Diese Mitteilung haben auch die Kenner der Ahadith, Vollendete, die in höchstem Grade in Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit arbeiteten, vor der Hadith: "Wer immer absichtlich eine Lüge über mich erdichtet, der bereite sich auf seinen Platz in derhölle vor. zitterten und sich fürchteten und vor der furchtbaren Drohung der Ayah: "Werbegeht ein größeres Verbr-echen als der, welcher eine Lüge über mich erdichtet?!" ungestüm flohen, uns auf zuverlässige Weise überliefert. Sechster Grundsatz: Der ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, sein Verhalten nach außen hin und seine innere Haltung, wurden uns in den Geschichtsbüchern und in seiner Biographie geschildert. Seine Eigenschaften und sein Auftreten sind jedoch gewöhnlich mit seiner Menschlichkeit verknüpft. Hingegen ist Hasret, der Gesegnete, in der Vergeistigung seiner Persönlichkeit und in der Heiligkeit seines Wesens von einer so erhabenen und leuchtenden Ausstrahlung, daß die Beschreibung seiner Eigenschaften in den Geschichtsbüchern und Biographien der überragenden Größe und Bedeutung seiner Persönlichkeit nicht gerecht zu werden vermögen. Denn entsprechend der tieferen Bedeutung des Grundsatzes: "Der, welcher etwas veranlaßı, ist dem gleich, der es ausführt." werden auch heute noch täglich Dienst und Anbetung in dem gleich großen und gewaltigen Umfang wie der Dienst und die Anbetung seiner ganzen Gemeinde (umma) dem Buch seiner Vollendungen gutgeschrieben. So wie er Gottes grenzenlose Barmherzigkeit in unendlicher Weise und entsprechend seiner grenzenlosen Fähigkeit diese zu erhalten auch empfängt, so empfängt er auch von seiner unendlich großen Umma täglich unendlich viele Gebete. Er, der das Ergebnis der Schöpfung und dessen vornehmste (mükemmel) Frucht ist, das Sprachrohr des Schtipfers aller Welten und Sein Geliebter, diese gesegnete Persönlichkeit kann in ihrem ganzen Wesen und in ihrer wahren Vollendung nicht in der Terminologie von Haltung und Verhaltung von Menschen in der Geschichte und ihren Biographien adäquat zur Darstellung gebracht werden. So kann man diese gesegnete Persönlichkeit, wo wir sie z. B. in der Schlacht von Bedr mit Hasret Gabriel und Michael als seinen zwei Helfern und Wächtern an ihrer Seite sehen, nicht in der Gestalt dessen wiederfınden, der auf dem Marktplatz mit einem Beduinen um den Preis eines Pferdes handelt und feilscht, wofür wir Huseyfe als den einzigen Zeugen sehen, und nicht mit ihr in Übereinstimmung bringen. Um nicht einem Irrtum zu verfallen, sollte man seinen Kopf über seine gewöhnliche Erscheinung emporheben, von deren Menschsein wir immer wieder hören, und stattdessen sein wahres Wesen und seine lichtvolle, geistige Persönlichkeit betrachten, die auf der Stufe und dem Rang seiner Sendung fußt. Anderenfalls begeht man entweder eine Unehrerbietigkeit, oder aber man verfällt dem Zweifel. Um dieses Geheimnis verstehen zu können, merke auf das folgende Gleichnis: Nehmen wir einmal an, wir hätten einen Dattelkem in die Erde gelegt und dieser habe sich zu einer mächtigen Dattelpalme voller Früchte entfaltet, die stets noch größer und mächtiger wird. Oder aber: Wir hätten ein Ei von einem Pfau. Dieses Ei wäre nun ausgebrütet worden und daraus ein Kücken geschlüpft. Dieses sei zu einem vollendet schönen, allseits mit den Zeichen der Macht verzierten und vergoldeten Pfauenvogel geworden, der noch dazu stets größer und schöner geworden sei. Dieser Kern und dieses Ei hat aber nun bestimmte Eigenschaften, Maße und Formen. In seinem Inneren finden sich Stoffe von unendlicher Feinheit. Desgleichen hat aber auch der Baum und der Vogel, der daraus hervorgegangen ist, im Vergleich zu der Kleinheit und Einfachheit der Eigenschaften, Maße und Formen, wie sie sich in dem Kern und dem Ei vorfinden, große und überragende Attribute und Qualitäten. Beschreibt man also jetzt die Eigenschaften des Kerns und des Eies und zugleich die Eigenschaften des Baumes und des Vogels, so ist es notwendig, darauf zu achten, daß man jederzeit das Auge des menschlichen Verstandes über den Kern erhebt und auf den Baum richtet und den Blick von dem Ei hinweg auf den Vogel hin wendet, sodaß der Verstand diese Dinge, von denen er gehört hat, als annehmbar empfindet. Er wird anderenfalls, sagt man: Ich habe aus einem Dirhem Keme (etwa 3g) tausend Batman (etwa 8t) Datteln gewonnen; oder aber: Dieses Ei ist der König der Vögel unter dem Himmelszelt, dies bestreiten, es leugnen. So ist denn nun die rein menschliche Erscheinung des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, diesem Kern, diesem Ei vergleichbar. Was jedoch sein inneres Wesen betrifft, das im Glanz der ihm aufgetragenen Botschaft erstrahlt, so gleicht es dem Tubabaum und dem glückbringenden königlichen Vogel im Paradies. Zudem nimmt es noch ständig an Vollkommenheit zu. Deshalb sollte man bei dem Gedanken an diese Person, die auf dem Marktplatz mit einem Beduinen handelt und feilscht, innerlich seine Augen erheben und auf jene strahlende Persönlichkeit richten, die Refref bestieg, Gabriel hinter sich ließ und davon ritt. Anderenfalls würde man entweder eine Respektlosigkeit begehen oder aber die herrische Seele würde nicht glauben. Fünfter Hinweispunkt Was diese unsichtbaren Dinge betrifft, so wollen wir hier einige Beispiele aus der Überlieferung (Hadith) anführen. Der ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, geruhte in der Versammlung der Ssahabis wie folgt zu erklären: "Dieser mein Enkel Hasan wird der Herr sein, durch den Gott zwei große Gruppen miteinander versöhnen wird," was durch eine echte Überlieferung im Grade allgemeiner Übereinstimmung auf uns gekommen ist. Als vierzig Jahre später die beiden bedeutendsten Armeen des Islam aufeinanderstießen, schloß Hasret Hasan (RA) Frieden mit Hasret Muawiye (RA*), * Im Arabischen heißt es "Radiallahu anh/a", dessen Übersetzung: "Gott möge mit ihm/ihr zufrieden sein."-A.d.Ü. womit er die Voraussage seines ehrenwerten Großvaters bestätigte. Einer anderen, gleichfalls echten Überlieferong, zufolge hat er einmal zu Hasret Ali gesagt: "Du wirst gegen die Treulosen, die Unterdrücker, die Abgefallenen kämpfen," womit er sowohl die Kamelschlacht voraussagte, als auch die bei Ssiffin und die Schlacht gegen die Abgefallenen (Haridschin). Außerdem hat er zu Hasret Ali (RA), als dieser sich Hasret Subeyr huldvoll zuwandte, gesagt: "Dieser wird gegen dich kämpfen, jedoch im Unrecht sein." Desweiteren hat er zu seinen Ehegattinnen gesagt: "Eine von euch wird sich an die Spitze eines bedeutenden Aufstands setzen. Viele an ihrer Seite werden getötet werden." "Während Hunde am (Brunnen) Naw'eb um sie bellen, ..." Alle diese echten und zuverlässigen Überlieferungen haben dreißig Jahre später in der Kamelschlacht von Hasret Ali gegen Aisha, Subeyr und Talha, gegen Muawiye bei Ssiffin und gegen die Haridschine bei Haraura und Nehruwan ihre tatsächliche Bestätigung als eine Kunde aus dem Verborgenen erhalten. Darüber hinaus hat er Hasret Ali mit den Worten: "Der Mann, der deinen Bart mit dem Blut deines Hauptes tränken wird!" auf jenen Mann aufmerksam gemacht, den Hasret Ali bereits kannte : es war Abdurrahman Ibn Muldschem, der Haridschite. Außerdem hat er angekündigt, daß sich unter den Haridschiten ein Mann namens Sussedye befinden werde, gekennzeichnet mit einem eigenartigen Mal. Als dieser unter den gefallenen Haridschiten gefunden wurde, hat ihn Hasret Ali als Beweis seiner Rechtmäßigkeit vorgeführt uııd auch dies als ein Wunder des Propheten bekannt gemacht. Auch hat der ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, entsprechend einer anderen echten Überliefenuıg von Umm Sseleme vorausgesagt: "Hasret Huseyn wird bei Taff (Kerbela) getötet werden."" Fünfzig Jahre später geschah eben dieser herzzerreiße Vorfall und bestätigte diese Nachricht aus dem Unsichtbaren. Außerdem hat er mehrfach geäußert: "Mein Haus wird nach mir Mord, Unheil und Verbannung ausgesetzt sein."' Dabei gab er auch einige Einzelheiten an. Und genau so geschah es. An dieser Stelle taucht nun eine wichtige Frage auf. Man sagt: Hasret Ali war seines Kalifats in hohem Grade würdig, war verwandt mit dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Frieden und Segen sei. Sein Mut, sein Wissen und seine Kenntnis waren wunderbar. Warum denn hat man dann sein Kalifat nicht gefördert und warum zeigte sich schließlich zur Zeit seines Kalifats ein derartiges Tohuwabohu`? Antwort: Eine gewaltige Säule (Kutub) aus dem Hause des Propheten äußerte einmal: "Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, hat sich Hasret Ali's (RA) Kalifat gewünscht. Aus dem Unsichtbaren erhielt er jedoch die Mitteilung: Nach dem Willen Gottes ist das anders. Da gab auch er seinen Wunsch auf, machte sich eins mit dem Willen Gottes." Gottes unerforschlicher Ratschluß mag vielleicht der folgende gewesen sein: Nach dem Hinscheiden des Propheten bedurften die Ssahabis ganz besonders der Gemeinschaft und der Einigkeit. Hätte sich Hasret Ali an ihre Spitze gesetzt, so würde dies höchstwahrscheinlich, wie dies die Ereignisse, die aus der Zeit des Kalifats von Hasret Ali bezeugt worden sind, deutlich emacht haben, bei Hasret Ali s duldsamer, unerschrockener, gottesfürchtiger, einsatzfreudiger, bedürfnisloser Art und seinem all überall bekannten Mut, viele Leute und ganze Völkerstämme zum Widerstand aufgestachelt haben, die Ursache zu einer Spaltung geworden sein. Ein weiterer Grund für Hasret Ali's verspätetes Kalifat war zudem dieser: In einer Zeit, da bereits jene Ereignisse am Horizont aufstiegen, die dann später zu einel Spaltung führen sollten, wozu der wechselseitige Einfluß vieler verschiedener Völker geführt hatte, so wie es der Prophet, mit dem Friede und Segen sei, vorausgesagt hatte, Völker, die in sich schon die Keime zu den Ideen trugen, die sich dann in dreiundsiebzig Richtungen fortentwickelten, mußte jemand da sein, der wie Hasret Ali mit seinem wunderbaren Mut und Scharfsinn als ein Herr in der Autorität der Hashimiten, aus dem Hause des Propheten (Al-i Beyt), Macht und Respekt besaß, um dem widerstehen zu können. Genau dies tat er. . . entsprechend der Voraussage des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei: "Ich habe mich während der Herabkunft des Qurans eingesetzt und gestritten, du wirst während seiner Ausdeutung streiten und dich einsetzen. " Wäre Hasret Ali nicht da gewesen, so hätte zudem noch die Möglichkeit bestanden, daß die rein irdische Königsherrschaft die ganze Dynastie der Omajaden vollständig vom rechten Wege abgebracht hätte. Da sie sich jedoch Hasret Ali und dem Hause des Propheten (AI-i Beyt) gegenüber sahen, strebten alle die Führer des Omajadengeschlechtes danach, wenn auch nicht immer persönlich, so doch in jedem Falle dadurch, daß sie ihre Untertanen und Anhänger dazu anspornten und ermunterten, schon um des Gleichgewichtes willen und um ihr Ansehen in den Augen der Moslime aufrecht erhalten zu können nolens volens jedoch mit ganzer Kraft, danach die islamischen Wahrheiten, die Glaubenslehren und die quranischen Gesetze zu bewahren und zu verbreiten. So haben sie hunderttausende von Kritikern, Exegeten und Hadithgelehrten, reine, heilige und vollendete Persönlichkeiten herangebildet. Hätte es ihnen gegenüber nicht die machtvolle Heiligkeit, den Glauben (diyanet) und die Vollendung des A1-i Beyt gegeben, sie wären - wie die Dynastie der Abbassiden und Omajaden nach ihnen - von allem Anfang an ihren eigenen Weg gegangen. Man könnte sagen: Weshalb ist das islamische Kalifat nicht bei der Familie des Propheten (Al-i Beyt) geblieben? Eigentlich waren sie diejenigen, die am besten dafür geeignet waren und es gebührte ihnen auch. Antwort: Die irdische Königsherrschaft ist verführend. Das Haus des Propheten war beauftragt damit, die islamischen Wahrheiten und die quranischen Gesetze zu bewahren. Wer Kalifat oder Königsherrschaft besteigt, soll entweder so rein sein wie ein Prophet, oder eine außerordentliche Entbehrung von irdischen Interessen gehabt haben wie die (ersten vier) rechtgeleiteten Kalifen (Hulefa-i Rashidin), Omar ibn Abdulasis der Omajade und Mahdi der Abbaside, damit er keiner Verführung unterliegen konnte. In der Tat zeigte uns die Dynastie der Fatimiten, die in Ägypten auf den Namen des Hauses des Propheten gegründet worden war, und die Regierung der Muvahhidin (Ein-Gott-Gläubigen) in Afrika und die Dynastie der Safewiden in Iran, daß die irdische Königsher-rschaft bei dem Haus des Propheten nicht dienlich ist. Sie veranlaßt das Haus des Propheten die ursprüngliche Aufgabe die Bewahrung des Glaubens und den Dienst am Islam zu vernachlässigen. In Wahrheit leistete es in einer glänzenden und erhabenen Weise einen Dienst für den Islam und den Quran, wenn es auf Königsherrschaft verzichtete. So siehe! Die Pole (Aqtab) aus den Nachkommen von Hasret Hasan, besonders die Vier Pole (Aqtab Erbaa) und ins besondere Scheich Abdulkadir Geylani der Ghaus A'sam (der große Helfer der Heiligen) und Imame (Vorbilder) aus den Nachkommen von Hasret Huseyn, besonders Seyn al-Abidin und Dschafar al-Ssadiq, deren jeder im Reiche des Geistes die Geltung eines Mahdis (derjenige, der auf den rechten Weg weist) hatte, welche geistige Grausamkeiten und Finsternisse beseitigten und die quranischen Lichter und Glaubenswahrheiten verbreiteten. Sie bewiesen, daß sie die Erben ihres Urgroßvaters waren. Man könnte sagen: Worin liegt die Weisheit und das Gesicht der Barmherzigkeit in jener fürchterlichen blutigen Spaltung (Fitna), welche dem gesegneten Islam und dem leuchtenden Glücklichen Zeitalter zugestoßen war? Denn sie hatten keinen Zorn verdient. Antwort: So wie im Frühling ein fürchterlicher Regensturm die in allen Arten von Pflanzen und ihren Samen wie auch die in den Bäumen schlummemden Fähigkeiten weckt und entfaltet und alle Blüten entsprechend ihrer Art öffnet, so daß sie mit ihrer naturgemäßen Tätigkeit beginnen, so wurden auch die in den Ssahabis (die erste Schülergeneration) und den Tabün (die zweite Schülergeneration), schlummernden Samenkernen gleichenden, verschiedenartigen Fähigkeiten durch die über sie hereinbrechenden Wirren wie vom Sturmwind gepeitscht und zur Entfaltung gebracht. Eine jede Gruppe befürchtete und schrie: "Feurio! Der Glaube (islamiyet) ist in Gefahr!" und eilte, diese Islamiyet zu schützen. Jede Gruppe lud sich die ihrer Begabung entsprechende Aufgabe innerhalb der islamischen Gemeinschaft auf die Schulter und bemühte sich ehrlich und aufrichtig darum. Ein Teil bemühte sich um die Wahrung der Tradition (Hadith), ein Teil um die Wahrung der Gesetze (Sheriah), ein Teil um die Wahrung der Glaubenswahrheiten (iman), ein Teil um die Erhaltung (muhafasa) des Qurans usw. . . Jede Gruppe übernahm eine Aufgabe. Fieberhaft setzten sie sich für die Aufgaben des Glaubens (islamiyet) ein. Viele Blumen unterschiedlichster Farbe erblühten. An allen Enden der großen, weiten Welt des Islam wurde der Same im Sturmwind verstreut. Die halbe Erde verwandelte sich in einen Rosengarten. Doch in diesem Rosengarten kamen leider mit den Rosen auch die Domen des Sektierertums (bid'a) und seines Anhangs hervor. Es war, als hätte die Majestät Gottes dieses Jahrhundert mit starker Hand mächtig geschüttelt, alle idealgesinnten wachgerüttelt und in Begeistenıng versetzt. Und in dieser von einem Kraftzentrum ausgehenden Bewegung brachen sehr viele glänzende Exegeten, erleuchtete Gelehrte und Kenner der Hadithe und des Qurans (Muhaddis ve Hafis), ihre Theologen und ihre Pole nach allen Ecken der islamischen Welt auf, wanderten aus. Von Ost bis West wurden die Moslems in Aufregung versetzt, ihre Augen wurden geöffnet, sodaß sie den Wert des Qurans erkannten... Doch nun zurück zum Thema. Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Frieden und Segen sei, hat tausende von Dingen aus dem Unsichtbaren richtig vorausgesagt, sehr vieles. Davon wollen wir hier nur einige wenige als Beispiel anführen: Da sind allen voran Buchari und Moslem, die Herausgeber der berühmten, als zuverlässig bekannten sechs Bücher mit gesammelten Aussprüchen (Kutııb=u Ssitte-i Hadith), die sich in den meisten der hier angeführten Mitteilungen einig sind, von denen wiederum viele dem Sinne nach als übereinstimmmend (tavatur) gelten, während ein Teil von ihnen gleichfalls als so sicher gelten wie Mutevatur, weil die Forscher sich über deren Zuverlässigkeit einig sind. Da wäre z. B. die Mitteilung an seine Gefährten, welche als zuverlässig überliefert gilt: "Ihr werdet alle eure Feinde besiegen. Sowohl bei der Eroberung von Mekka, von Khaibar, von Damaskus, des Irak, des Iran und Jerusalems werdet ihr erfolgreich sein. Ihr werdet auch die Schätze der Könige der zu damaliger Zeit größten Reiche, des Irans und von Byzanz unter euch aufteilen. . ." Diese Voraussage machte er nicht mit den Worten: "ich nehme an," oder: "ich vermute." vielmehr sprach er mit der Sicherheit dessen, der die Dinge vor seinen Augen sieht. Doch während er diese Voraussage machte, war er gerade zur Flucht (Hidschra) gezwungen. Er hatte nur wenige Gefährten und Medina und die ganze Welt standen ihm feindselig gegenüber. Und weiter hat er oftmals geäußert, und auch dies gilt als zuverlässig überliefert: "Euch obliegt es, denen zu folgen, die nach mir sein werden: Abu Bekr und Omar." So sagte er voraus, daß Abu Bela' und Omar ihn überleben werden, daß sie sowohl seine Nachfolger sein, als auch in vollkommener Weise nach Gottes Wohlgefallen leben und handeln werden, auch, daß Abu Bekr nur kurze Zeit und daß Omar längere Zeit regieren und viele Eroberungen machen werde. Und weiter verkündete er: "Die Erde lag ausgebreitet vor mir. Ihr Osten und ihr Westen wurden vormir sichtbar. Mein Volk (umma) wird erlangen, was vor mir ausgebreitet lag," d.h. von Ost bis West wird meine Umma ihre Hand ausstrecken. Noch kein Volk hat je ein solches Reich besessen. Es geschah so, wie er es vorausgesagt hatte. Zudem hat er, was als zuverlässig überliefert gilt, vor der Schlacht von Bedr vorhergesagt: So sagte er von allen Führem der Quraish voraus, wo sie fallen würden. Und es geschah so, wie er es gesagt hatte. Zudem hat er, was ebenfalls als zuverlässig überliefert gilt, über seine Gefährten bei der berühmten Schlacht in dem eine Monatsreise weit entfernten Ort namens Mute in der Nähe von Damaskus berichtet, so als ob er es sehen könne: "Seyd hat die Fahne übernommen und ist gefallen. Nun hat Ibn Ravaha die Fahne übernommen und ist gefallen. Nun hat Dscha' far die Fahne übernommen und ist gefallen. Nun hat ein Schwert der Schwerter Gottes sie übernommen. " So berichtete er über das, was einem seiner Gefährten nach dem anderen geschah. Zwei drei Wochen danach kam Ja'la Ibn Munabbih vom Schlachtfeld zurück. Noch bevor er etwas gesagt hatte, verkündete der Getreue Berichterstatter (ASM) alle Einzelheiten des Gefechtes. Und ja'la schwur: "Genau so wie du es gesagt hast, ist es geschehen." Und weiter sagte er, und auch dies wird als zuverlässig überliefert: "Fürwahr, das Kalifat wird nach mir noch dreißig Jahre währen. Danach wird eine habsüchtige Monarchie daraus werden und fürwahr,diese Dinge werden als Prophetentum und Barmherzigkeit beginnen. Dann wird Barmherzigkeit und das Kalifat sein. Dann wird eine habgierige Monarchie sein. Dann wird Hochmut sein und Gewaltherrschaft." So sagte er die sechs Monate des Kalifats von Hasret Hasan voraus, die Zeit der vier rechtgeleiteten Kalifen und danach die Umwandlung des Kalifats in eine Monarchie, sodann, daß das Königtum durch Gewalttätigkeit zum Verderben der Umma führen werde. Und so wie er es gesagt hatte, geschah es. Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlässig überliefert: Othman wird ermordet werden, während er den Quran ließt; "und es könnte sein, daß Gott es wolle, daß er dabei mit einem Hemd bekleidet sein solle. Auch werden sie versuchen, ihn abzusetzen." " Und so wie er es gesagt hatte, geschah es. Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlässig überliefert, als er zur Ader gelassen wurde und Abdullah ibn Subeyr sein gesegnetes Blut gleich einem Heiltrank genoß: "Wehe den Menschen um deinetwillen und wehe dir um der Menschen willen." So sagte er voraus, daß er mit einem wunderbaren Mut an die Spitze der Umma treten werde, daß sie fürchterlichen Angriffen ausgesetzt sein würden und daß die Menschen um seinetwillen in schreckliche Geschehnisse geraten würden. Und es geschah so, wie er es vorausgesagt hatte. Abdullah ibn Subeyr erklärte sich zur Zeit der Omajaden in Mekka zum Kalifen und focht heroisch in mehreren Schlachten, bis schließlich Haddschadsch der Schreckliche ihn mit einem großen Heer angriff, wobei dieser ruhmreiche Held nach heftigem Kampf den Martyrertod fand. Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlässig überliefert, die Errichtung der Herrschaft der Omajaden voraus und daß die meisten ihrer Könige grausame Herrscher sein werden, Jasid und Valid einbegriffen (unter deren Herrschaft Hasan und Huseyn ums Leben kamen d.Ü.), daß sich an ihre Spitze Hasret Mu'awiya (der Begründer der Dynastie und Gegenspieler Ali's - d.Ü.) setzen werde und riet: "Seid nachsichtig in eurer Regierung! ermahnte so zu Billigkeit und Güte. Desweiteren sagte er voraus: "Es werden die Söhne der Abbassiden kommen mit einer schwarzen Fahne und länger regieren, als man regiert hatte," d.h. die Abbassiden werden ihre Herrschaft aufrichten und für lange Zeit aurecht erhalten. Und es geschah so, wie er es gesagt hatte. Und weiter sagte er, und auch dies ist zuverlässig überliefert: "Wehe den Arabern wegen des Unheils, das ihnen naht."'"
So sagte er die schrecklichen Stürme des Dschingis Khan, und Hülagu und den Untergang des Abbassidenreiches durch sie voraus. Und weiter sagte er zu Ssa'd ibn Abu Waqqas, als dieser sehr schwer krank war und auch dies ist zuverlässig überliefert: "Es mag sein, daß du verschont bleibst, sodaß manche durch dich einen Vorteil und andere einen Nachteil erfahren werden." So sagte er ihm voraus, daß er später ein großer Kommandant sein und viele Siege erlangen werde, und daß viele Menschen, ja Völker Gutes von ihm erfahren, d.h. zum Islam gelangen würden und daß viele zu Schaden kommen, d.h.durch seine Hand ihre Herrschaft verlieren würden. Es geschah so, wie er es gesagt hatte. Hasret Ssa'd setzte sich an die Spitze des islamischen Heeres fegte das iranische Herrschaftshaus hinweg und bewirte so, daß viele in den Kreis islamischer Völker eintraten und Rechtleitung fanden. Und weiter gab er seinen Gefährten, und auch dies ist zuverlässig überliefert, an dem Tage, da der Negus von Abessinien, der zum Glauben gelangt war, im siebenten Jahre nach der Hidschra verstarb, davon Kunde, ja sprach für ihn die Totengebete. Eine Woche später kam die Nachricht, daß er genau an diesem Tage verschieden war. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert zitterte der Berg Uhud (oder auch Hira), als der Prophet mit seinen vier engsten Vertrauten (den vier rechtgeleiteten Kalifen - d. Ü.) auf dessen Gipfel verweilte. Da richtete er das Wort an den Berg : "Sei ruhig! Denn auf dir stehen ein Prophet, ein Vertrauter (= Ssiddiq) und (drei ) Märtyrer," so die Blutzeugenschaft von Hasret Omar, Othman und Ali vorherverkündend. Es geschah, wie er es vorausgesagt hatte. , Nun denn, du unglückseliger, herzloser, armseliger Mensch, der du sagst, Mohammed-i Arabi sei ein kluger Mann und bist doch ein armseliger Mensch, der seine Augen vor dieser Sonne der Wahrheit verschließt! Unter fünfzehn von all den Arten seiner Wunder hast du bisher nur von einer Art, von den Dingen der unsichtbaren Welt, nur einen Teil unter fünfzehn oder vielleicht hundert Beispielen gehört. Du hast von jenem Teil gehört, dessen Überlieferung so sicher ist wie eine allgemeine Übereinstimmung. Eine Persönlichkeit; die auch nur ein Hundertstel der Dinge der unsichtbaren Welt mit den Augen seines Verstandes schaut, bezeichnet man als einen überragenden Genius, dessen scharfer Blick die Zukunft entschleiert. Aber selbst dann, wenn man ihn so wie du einfach nur ein Genie nennen wollte, wie könnte dann ein Mann, der die geheiligte Genialität, eines noch hundert Mal gewaltigeren Genius in sich trägt, etwas falsches erschaut haben? Könnte er sich dazu erniedrigt haben, falsche Kunde zu geben? Auf das Wort des Trägers eines solch hundertfâltigen überragenden Genius, über die Glückseligkeit in beiden Welten nicht zu achten, ist sicherlich ein Zeichen hunderfacher Torheit. Sechster Hinweispunkt Es gilt als zuverlässig überliefert, daß er zu Hasret Fatima (möge sie Allahs Wohlgefallen fınden) gesagt hat: "Du bist die erste aus meiner Familie, die mirnach meinem Tode nachfolgen wird.." Sechs Monate danach geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte. Und weiter hat er zu Ebadher gesagt: "Du wirst von hier vertrieben werden und einsam leben und einsam sterben." Zwanzig Jahre später geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte. Und weiter hat er, als er einmal im Hause von Umm Haram, der Tante von Ennes ibn Malik, vom Schlaf erwachte, lächelnd gesagt: "Ich habe mein Volk (umma) einen Seekrieg führen sehen, Königen gleich, die auf Thronen sitzen." Da bat Umm Haram ihn: "Bete, daß auch ich unter ihnen sein werde."Da geruhte er zu sagen: "Du wirst unter ihnen sein." " Vierzig Jahre später begleitete sie Ubade ibn Ssamit als dessen Gattin bei der Eroberung Zyperns. Sie starb auf Zypern und ihr Grab wurde zur Pilgerstätte. So also geschah es, wie er es vorausgesagt hatte. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, sagte er vorher: "Aus dem Stamme Thaqif werden: ein Lügner hervorgehen und ein Tyrann," d.h. aus dem Stamme Thaqif wird einer den Anspruch erheben, ein Prophet zu sein und es wird ein blutdürstiger Tyrann auftreten..So sagte er den berühmten Muhtar voraus, der den Anspruch erhob, ein Prophet zu sein, und auch Haddschadsch, den Tyrannen, der hundezttausend Menschen umgebracht hat. Und weiter, und auch dies gilt als zuverlässig überliefert, sagte er voraus: "Konstantinopel wird erobert werden. Gesegnet der Befehlshaber, der die Befehle erteilt und gesegnet die Soldaten, die in seinem Sold stehen." So verkündete er, daß Istanbul durch islamische Hand erobert werden würde und daß Hasret Sultan Mehmet, der Eroberer einen hohen geistigen Rang einnehmen werde. Und es geschah so, wie er es vorhergesagt hatte. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, sagte er vorher: "Fürwahr, selbst wenn der Glaube am Siebengestirn befestigt wäre, wird einer der Söhne Persiens ihn herunterholen." Somit wies er auf die unvergleichlichen Gelehrten und Heiligen des Iran, allen voran aber Abu Hanifa hin, sagte ihn voraus. Und weiter sagte er: "Er ist ein Schüler der Gelehrten von Qureysh, der alle Gegenden der Erde mit seinem Wissen und mit seiner Erkenntnis füllen wird." Mit diesem Ausspruch wies er auf Imam Schafi hin und sagte ihn voraus. sagte erweiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, "Meine Umma wird in dreiundsiebzig Sekten zerspalten sein. Aber nureine von ihnen wird Erlösun egerlangen. Da fragten sıe ihn: Welche von diesen wird das sein? Er antwortete ihnen: Diejenige, welche mir und meinen Gefährten folgt." So sagte er voraus, daß nur die Anhänger der Tradition und die Gemeindemitglieder (ehli Ssunna ve Dschemaat) vollkommene Erlösung fınden werden. Und weiter sagte er: "Die Qaderiyye sind die Magier(Parsen) meiner Umma." Damit wies er auf eine Gruppe hin, welche sich in viele Abspaltungen veizweigt hat'und Gottes Vorherbestimmung (Qadr) verleugnet. Auch sagte er die Rafidine voraus, welche sich ebenfalls stark verzweigt haben. Und weiter sagte er zu Imam Ali (RA), und auch dies ist zuverlässig überliefert: "Auch für dich gilt, was für Hasret Issa (Jesus, mit dem der Friede sei) galt: zwei Arten von Menschen werden deinetwegen zugrunde gehen: die eine durch allzugroße Liebe, die andere durch allzugroßen Haß. Die Christen nannten Hasret Issa in ihrer Liebe, doch in Überschreitung der durch das Gesetz bestimmten Grenzen, den Sohn Gottes. Doch da sei Gott vor! Doch auch die Juden überschritten in ihrem Haß jedes Maß, sodaß sie seine Vollkommenheit und sein Prophetentum leugneten (insanu-1'kamil, der Prophet Gottes ist der vollkommene Mensch - d. Ü.). Auch um deinetwillen werden zwei Arten von Menschen die gesetzlich festgesetzten Grenzen überschreiten und ihre Liebe wird sie zugrunderichten. "Ihre Schande ruft ihnen: Rafıdiyye (Gesetzesbrecher, Fahnenflüchtige, Verräter, Dissidenten) zu." · Ein anderer Teil dagegen wird in seiner Feindschaft gegen dich zu weit gehen. Das sind die Havaridschine (Renegaten) und die Extremisten unter den Gefolgsleuten der Omajaden, welche man Nasibe nennt." Eine Frage könnte hier gestellt werden: Der Quran befiehlt die Liebe für das Haus des Propheten und auch unser verehrungswürdiger Prophet, mit dem Friede und Segen sei, hat das sehr empfohlen. Diese Liebe könnte deshalb für die Schüten als Entschuldigung gelten. Denn Verliebte sind gewissermaßen berauscht. Warum dann können die Schiiten und besonders die Rafıdiyye keinen Nutzen aus ihrer Liebe ziehen, ja werden sie sogar durch diesen Hinweis des Propheten wegen ihrer übertriebenen Liebe verurteilt? Antwort: Es gibt zwei Arten von Liebe. Die erste ist eine den Buchstaben übergreifende Liebe (mana-yi harfi), d.h. um des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei willen und im Namen Gottes, des Gerechten Hasret Ali, Hasan und Huseyn und das Al-i Beyt zu lieben. Diese Liebe vermehrt noch die Liebe für den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei und wird zu einem Fahrzeug für die Liebe zu Gott, dem Gerechten. Diese Liebe ist erlaubt (meshru'), ihr Übermaß schadet nicht, verletzt nicht, hat keine Herabsetzung oder Feindschaft gegenüber anderen zur Folge. Die zweite Art Liebe beschränkt sich auf den Genannten (mana-yi ismi), d.h.sie liebt ihn in seiner Person, liebt Hasret Ali im Gedanken an seine Tapferkeit und Vollkommenheit und Hasret Hasan und Huseyn um ihrer hohen Tugenden willen, ohne einen Gedanken an den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei. Sie liebt, selbst ohne Gott zu kennen oder seinen Propheten. Diese Art der Liebe wird nicht zum Anlaß, den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu lieben, erweckt auch nicht die Liebe zu Gott dem Gerechten. Im Übermaß führt sie zur Herabsetzung oder zur Feindschaft gegenüber anderen. So haben sie denn, der Voraussage des Propheten entsprechend, im Übermaß ihrer Liebe zu Hasret Ali, Hasret Ebu Bekir-asSiddiq und Hasret Omar den Rücken gekehrt und sind ins Unglück gestürzt. Und diese falsche Liebe veranlaßte dieses Unglück. Und weiter, und auch dies gilt als zuverlässig überliefert, sagte er: "Wenn euch persische und römische Mädchen dienen, werden sich Unglück und Gespaltenheit unter euch ausbreiten, der Kampf wird in euren eigenen Reihen stattfınden, die Übeltäter werden sich an die Spitze setzen und alle die guten und tugendhaften Menschen heimsuchen!" Dreißig Jahre später geschah es so, wie er es vorausgesagt hatte. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, sagte er: "Die Eroberung der Festung Khaibar wird durch Ali's Hand erfolgen." Als ein Wunder seines Prophetentums und entgegen aller Erwartung riß Hasret Ali am folgenden Tag das Tor der Feste Khaibar heraus und gebrauchte es als einen Schild. Nachdem der Sieg errungen war, warf er das Tor zu Boden und acht starke Männer konnten es nicht mehr vom Boden aufheben. Nach einer anderen Überlieferung waren es vierzig Leute. Desweiteren tat er den Ausspruch: "Die Stunde wird nicht kommen, bis zwei Parteien mit dem gleichen Anspruch einander befehden." Damit sagte er die Schlacht von Ssiffin zwischen Hasret Ali und Muawiye voraus. Desweiteren sagte er voraus: "Siehe, Ammar wird von einer Gruppe Rebellen (gegen Gott) umgebracht werden. Als er dann in der Schlacht von Ssiffin getötet wurde, sah Hasret Ali dies als einen Beweis dafür an, daß die Anhänger von Muawiye Aufständische sind. Doch Muawiye deutete dies anders. Denn Amr ibnu-1'As (sein Kommandant - d.Ü.) sagte: "Nur die Aufständischen sind seine Mörder, nicht wir alle." Desweiteren tat er den Ausspruch: "Siehe, kein Gespaltensein wird unter euch aufkommen, solange Hasret Omar noch lebt. Und so wie er es vorausgesagt hatte, kam es auch. Und weiter geschah es, daß einmal Ssehl ibn Amr, noch bevor er zum Glauben gelangt war, in Gefangenschaft geriet. Da sagte Hasret Omar zu dem Ehrenweiten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: "Wenn du es mir gestattest, werde ich diesem die Zähne einschlagen. Denn dieser hat immer mit seiner glatten Zunge die Ungläubigen vom Stamme der Qureysch zum Kampf gegen uns aufgehetzt. Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Segen und Friede sei, aber entgegnete ihm: "Es möchte Ja sein,daß er sich aufrichten wird zu einem Zustand(makam),der dir gefält, oh Omar!" In der Tat hat hat eben dieser Ssehl im Gesegneten Mekka (M.Mükeneme) unter den Ereignissen der Zeit, da der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, dahingeschieden war, was Bestürzung verbreitete und die Geduld aller verzehrte, gleich wie Abu Bekir-isSiddiq im Strahlenden Medina (M. Münevver) die Ssahabis beruhigt und getröstet. Ebenso hat er ihnen mit seiner bekannten Wortgewalt eine Rede gehalten gleich der Hutbe von Abu Bekir-isSiddiq. Selbst die Worte der beiden Hutbe einander. Und weiter verkündete er Ssuraqa: "Du wirst Chosros beide Armringe anlegen!" Zur Zeit des Hasret Omar wurde das Königreich von Chosro zerstört. Als seine Schätze und auch seine wundervollen Armringe gebracht wurden, streifte Hasret Omar sie dem Ssuraqa über und sagte: "Alhamdulillah (Preis sei Gott!), der sie Chosro abgenommen und sie Ssuraqa übergestreift hat." und bestätigte damit die Voraussage des Propheten. Desweiteren tat er den Ausspruch: "Nachdem der Chosro gegangen ist,wird es keinen Chosro mehr nach imgeben." Wie er es vorausgesagt hatte, so geschah es auch. Auch hatte er dem Botschafter des Chosro einmal gesagt: "Gerade hat Chosros Sohn Shirviye Pervis den Chosro umgebracht. " Als der Botschafter Nachforschungen anstellte und herausfand, daß dies tatsächlich zur gleichen Zeit geschehen war, nahm auch er den Islam an. Nach einigen Überlieferungen hieß dieser Botschafter Feyrus. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hat er einen Brief vorausgesagt, den Khatib ibn Beltea heimlich an den Stamm der Qureysh gesandt hatte. Er schickte Hasret Ali und Mikdad mit den Worten: "Es gibt an einem bestimmten Ort eine bestimmte Person mit einem bestimmten Brief. Geht zu ihm und bringt mir diesen! Sie gingen und brachten den besagten Brief von dem angegebenen Ort herbei. Dann ließ er Khatib kommen und fragte ihn: "Warum hast du das getan?" Dieser brachte eine Entschuldigung hervor und seine Entschuldigung wurde angenommen. Und weiter, und auch dies ist aIs zuverlässig überliefert , äußerte er einmal gegenüber Utbe ibn Ebu Leheb: "Gottes Hund möge ihn fressen!" und sagte so Utbes schreckliches Ende voraus. Als dieser später in den Yemen reiste, kam ein Löwe und fraß ihn auf. So bewahrheitete sich die Verfluchung des Propheten, mit dem Friede und Segen sei, und zugleich auch seine Voraussage. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert , stieg bei der Eroberong von Mekka Hasret Bilal Habeshi auf das Dach der Kaaba und rief zum Gebet, wärend Abu Ssufyan, Attab ibn Assid und Harith ibn Hisham, Fürsten vom Stamme der Qureysh bei einander saßen und miteinander plauderten. Da sagte Attab: "Mein Vater Assid hatte, das Glück, diesen Tag nicht zu schauen." Harith entgegnete ihm: "Konnte Mohammed keinen anderen Mann finden als diese schwaıze Krähe, der Muesin zu sein?" Und er machte so Hasret Bilal Habeshi verächtlich. Abu Ssufyan wandte ein: "Ich würde mich hüten, etwas dergleichen zu sagen. Selbst wenn es niemanden gäbe, so würden doch die Steine von Batha (Mekka) ihm Nachricht geben und so wird er es erfahren." In der Tat begegnete ihnen wenig später der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei und wiederholte ihnen buchstäblich, was sie zu einandergesprochen hatten. Da legten nun auch Attab und Harith Zeugnis ab und wurden Moslime. Oh du armseliger Gottesleugner! Du herzloser Mensch, der du den Propheten, mit dem Friede und Segen sei, nicht anerkennen willst! Siehe, wie diese beiden verstockten Fürsten der Qureysh durch einen einzigen Fingerzeig aus der verborgenen Welt zum Glauben gelangten! Was muß doch dein Herz verdorben sein, wenn es immer noch nicht zur vollen Überzeugung gelangt, nachdem du von tausenden von Wundern gehört hast, die durch allgemeine Übereinstimmung einem solchen Fingerzeig aus dem Verborgenen gleich sind! ... Doch wie dem auch sei, - kehren wir zu unserem eigentlichen Thema zurück! Und weiter, und auch dies ist als zuverlässig überliefert, geriet einmal Hasret Abbas während der Schlacht von Bedr in die Hände der Ssahabis und man forderte von ihm Lösegeld. Doch entgegnete er: "Ich habe kein Geld." Da sagte der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: "Du hast aber bei deiner Frau Umm Fadl eine bestimmte Summe Geldes zurückgelassen."" Und er nannte ihm die Höhe der Summe und bezeichnete dessen Versteck. Hasret Abbas bestätigte ihm dies und fügte hinzu: "Niemand außer uns beiden kannte dieses Geheimnis." So erlangte er damals den vollkommenen Glauben und wurde ein Moslem. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hatte einmal ein Jude namens Lebid, der ein böser Zauberer war, ein seltsames starkes Zaubermittel verfertigt, um den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, damit zu plagen. Er hatte einen Kamm mit Haaren umwickelt, eine Verwünschung darüber ausgesprochen und ihn in einen Brunnen geworfen. Da beauftragte der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Hasret Ali und die Ssahabis: "Geht zu dem Brunnen fischt den Zauber heraus und bringt ihn mir her!" Und er nannte den Brunnen und bezeichnete genau den verwunschenen Gegenstand. Sie gingen hin, fanden ihn dort genau so, wie er es ihnen beschrieben hatte und brachten ihn herbei. Und mit jedem Haar, das sie lösten, verschwand auch die Unruhe von dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Segen und Frieden sei. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, äußerte sich der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, während einer Versammlung, an der auch so bedeutende Persönlichkeiten wie Abu Huraira und Husaifa teilnahmen: "Die Zähne eines von euch werden im Feuer noch größer sein als der Berg Uhud." (Die Hauer des wilden Ebers gelten als das Symbol der Auflehnung gegen Gott. - d. Ü.)." So sagte er das schreckliche Ende eines Renegaten unter ihnen voraus. Abu Huraira berichtet dazu: "Als später aus dieser Versammlung bloß noch zwei Personen übrig geblieben waren, also nur noch ein Mann außer mir, da fürchtete ich mich. Als dann später der andere Mann in der Schlacht von Jamama überlief und auf der Seite von Musaylima fiel, da wurde die Voraussage des Propheten deutlich." Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hatten sich einmal Umair und Ssafwan, als sie noch nicht den Islam angenommen hatten, dazu entschlossen, für eine bedeutende Summe den Propheten (ASM) umzubringen. Als aber Umair in der Absicht, den Propheten (ASM) zu ermorden in Medina ankam und der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, ihn erblickte, rief er ihn zu sich und sagte zu ihm: "Es ist dies dein Abenteuer mit Ssafwan!"und legte seine Hand auf Umairs Brust. Der gab es zu und wurde Moslem. Es hat noch viele andere dergleichen als zuverlässig bezeugte Vorhersagen aus dem Verborgenen gegeben. Sie werden in den berühmten Sechs Büchern, mit als zuverlässig bezeugten Hadithen, unter Angabe der Quelle erwähnt. Die meisten in dieser (hier vor uns liegenden) Abhandlung erwähnten Ereignisse sind uns einer allgemeinen dem Sinne nach entsprechenden Übereinstimmung (tevatur) gemäß, als sicher und zuverlässig überliefert worden. (Die Bücher von) Buchari und Moslem sind von den Forschern (ehli tahkik) nach dem Quran als die zuverlässigsten Bücher bestätigt worden. In der Folge werden nach ihnen die als zuverlässig anerkannten (Bücher von) Tirmidhi, Nessai, Abu Davud, das "Musnad" von Hakim, das "Musnad" von Ahmed ibn Hanbel und das "Delail" von Beyhaqi und dergleichen Bücher mit Quellenangabe zitiert. Wohlan denn, oh du schwachsinniger Gottesleugner! Du sollst es nicht dabei bewenden lassen, zu sagen: "Mohammed-i Arabi (ASM) war ein kluger Mann."Denn für diese zuverlässigen Aussagen Ahmeds (ASM) über Dinge aus der verborgenen Welt gibt es nur zwei mögliche Erklärungen. Du sagst entweder: "Dieser Heilige Gottes verfügt über einen solchen Scharfblick, ist eine Geistesgröße mit einem derartigen Weitblick, daß er Vergangenheit und Zukunft und die ganze Welt zu überblicken und zu erkennen weiß, dessen Auge den Osten und den Westen erschaut und aller Welt Zeuge ist, ein Genius, der alle vergangenen und künftigen Ereignisse zu entschleiem vermag". Ein Mensch kann solche Qualitäten (hal) nicht besitzen. Hätte er sie aber, kann er sie als eine wunderbare Fätıigkeit vom Schöpfer der Welt verliehen, als eine Gabe Gottes erhalten haben. Dies aber wäre fi,ir sich alleine schon ein ganz großes Wunder. Oder aber du mußt glauben, daß dieser Gottbegnadete der Schüler und Beauftragte eines Herrn ist, der alles sieht und alles in Händen hält. Alles was da ist gehorcht Seinen Weisungen und alle Zeiten unterstehen Seinem Befehl. Alle Dinge stehen aufgezeichnet in dem Großen Buch. Wann immer Er will, macht Er sie Seinem Schüler bekannt, führt sie ihm vor Augen. Das heißt: Mohammed, der Araber, mit dem Segen und Frieden sei, empfängt von dem Urewigen Meister seine Lehren und so gibt er sie weiter. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hat eI verlautbart, als er Hasret Khalid nach Ukeydir entsandte, um gegen den Fürsten der Daumatu-1'Dschendal zu kämpfen: "Siehe, du wirst ihn auf einer Ochsenjagd fınden." '''' Er sagte ihm voraus, daß er ihn ohne Kampf gefangennehmen werde. Hasret Khalid ging, fand alles so wie vorausgesagt und führte den Gefangenen mit sich mit. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hat er, auf die Seite bezugnehmend, auf welche die Qureysh etwas gegen die Bani Hashim geschrieben hatten und das sie an eine Wand der Kaaba gehängt hatten, verlautbart: "Die Würmer haben eure Schrift aufgefressen und nur die Teile mit den Namen Gottes darauf ausgespart." Da untersuchten sie das Blatt und fanden die Dinge so, wie er es ihnen mitgeteilt hatte. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hat er verlautbart, daß während der Belagerung von Jerusalem (Beytu'1-Maqdis) eine große Pestepedemie ausbrechen werde. Zur Zeit von Hasret Omar wurde Beytu'1- Maqdis erobert. Dabei brach eben jene Pestepidemie aus, die binnen drei Tagen siebzig tausend Opfer forderte. Und weiter, und auch dies ist zuverlässig überliefert, hat er davon Kunde gegeben, daß Basra und Baghdad, die es damals noch gar nicht gab, erbaut werden würden und daß sich alle Schätze der Welt in Baghdad ansammeln werden, daß die Araber mit den Türken und anderen Völkern am Kaspischen Meer kämpfen werden, später jedoch die meisten von ihnen den Islam annehmen und mitten unter den Arabern über die Araber herrschen werden. Er sagte: "Überdie Vermehrung der Fremden untereuch werdet ihreuch beklagen, welche verzehren, was ihr habt, und euch enthaupten." "' Und weiter sagte er: "Verderben über meine Umma wird von den Händen der ungezogenen Kinder der Qureysh kommen. " " Damit gab er Kunde, daß es von den schlechten Fürsten der Omajaden, wie Walid uızd Jasid, ausgehen werde. Desgleichen hat er für bestimmte Orte, wie Jamama, das Auftreten von Apostasie vorausgesagt. Und weiter sagte er während der berühmten Grabenschlacht (bei der die Moslims als erste Verteidigungsgräben aushoben, die bis dahin bei den Arabern noch unbekannt waren. - d.Ü.): "Von nun an werden mich die Kureysh und ihre Verbündeten nie wieder angreifen. Doch ich werde sie angreifen." Und alles gestaltete sich so, wie er es vorausgesagt hatte. Und weiter verlautbarte er ein, zwei Monate vor seinem Dahinscheiden, und auch dies ist als zuverlässig überliefert: "Einem Diener und Verehrer wurde die Wahl gelassen und er wählte was Gottes ist." So sagte er sein Ableben voraus. Und weiter sagte er über Seyd ibn Ssuwahan: Eine seiner Glieder wird ihm ins Paradies vorausgehen." Kurze Zeit später wurde ihm in der Schlacht von Nihawend eine Hand abgeschlagen. Das heißt, seine Hand legte zuerst Zeugnis für seinen Glauben ab, was in übertragenem Sinne bedeutet: sie kam ins Paradies. So sind denn alle die hier besprochenen Geschehnisse aus der verborgenen Welt nur eine unter zehn Arten seiner Wunder. Wir haben von diesen zehn Arten noch nicht einmal eine besprochen. Doch haben wir im Fünfundzwanzigsten Wort, wo der Quran entsprechend seinem Charakter als ein Wunder besprochen wird, aus dem so umfangreichen Gebiet der Geschehnisse aus der verborgenen Welt, vier Arten kurz angefühlt. So fasse denn die hier angeführten Arten mit den anderen vier bedeutenden Arten, wo in der Sprache des Quran aus der verborgenen Welt berichtet wird, zusammen. Siehe, welch ein zweifelsfrei sicheres, glänzendes, unwiderlegbares und beweiskräftiges Zeugnis seines Prophetentums das ist, sodaß jeder, der nicht mit Herz und Verstand ganz und gar verdorben ist, mit Sicherheit glauben wird, daß diese Persönlichkeit, Ahmed, mit dem Friede und Segen sei, der Gesandte jener majestätischen Persönlichkeit ist, die der Herr alles Geschaffen ist und der Kenner alles Verborgenen. Von ihm hat er uns Kunde gebracht. Siebter Hinweispunkt Unter den Wundern des Propheten, welche die Segensfülle über den Speisen betreffen, wollen wir hier nur auf einige wenige Beispiele hinweisen welche als gesichert und ihrer Bedeutung nach als allgemeine Überlieferung gelten. Doch bevor wir damit beginnen, erscheint uns zunächst noch eine Vorbemerkung angebracht. Vorwort: Von den folgenden Beispielen der Wunder an Fülle und Segen ist jedes auf verschiedenen Wegen, ja das eine oder andere sogar auf sechzehn verschiedenen Wegen überliefeıt worden. Die meisten von ihnen haben sich mitten in einer Gemeinschaft vieler Menschen ereignet. Sie wurden von ehrlichen und angesehenen Menschen einer solchen Gemeinschaft berichtet und überliefert. Zum Beispiel berichtet da einer von ihnen: "Es haben siebzig Mann von vier handvoll eines Gerichtes gegessen, , das man Ssa' nennt und sind satt geworden."Diese siebzig Mann hören seine Worte und leugnen es nicht, d.h. sie bestätigen ihn durch ihr Schweigen. In der Tat hätten die Ssahabis, diese gerad Linigen, zuverlässigen und wahrheitsliebenden Menschen, in jener Zeit der Wahrhaftigkeit und Geradlinigkeit, jede Spur einer Unwahrhaftigkeit als solche bemerkt, zurückgewiesen. und als Lüge erklärt. Die Ereignisse, von denen wir hier berichten wollen, sind jedoch von vielen überliefert worden, während andere sie durch ihr Schweigen bestätigten. Das heißt also, daß ein jedes dieser Ereignisse so sicher ist wie eine in ihrer Bedeutung allgemeine Überliefenıng. Außerdem bezeugen die Geschichte und die Biographie (des Propheten), daß die Ssahabis nächst der treulichen Bewahrung des Quran und seiner Ayat, alle ihre Bemühungen darauf gerichtet haben, die Worte und Taten und insbesondere solche Handlungen des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, im Gedächtnis zu bewahren, die sich auf seine Wunder und auf die Grundlagen des Islam beziehen, und ihre ganze Aufmerksamkeit deren Richtigkeit zugewandt haben. Auch nicht die kleinste Bewegung, der unbedeutendste Charakteızug oder das ganz Gewöhnliche in seiner Haltung wurde vernachlässigt. Und dafür, daß sie es nicht vernachlässigt haben und daß sie es aufgeschrieben haben, geben die Bücher der Ahadith ein Zeugnis. Zudem haben sie und vor allem die sieben "Abdullah", unter ihnen besonders Abdullah ibn Abbas, der das Sprachrohr des Qurans genannt wird, und Abdullah ibn Amr ibnu-1' As, noch während des Glücklichen Zeitalters die Wunder und die Ahadith, welche die Quellen des islamischen Rechtes bilden, in Büchem aufgezeichnet und niedergeschrieben. Dreißig, vierzig Jahre nach ihnen haben dann tausende von Muhakkikin (Forscher) unter den Tabünen (also die zweite Schülergeneration - d. Ü.) diese Ahadith und die Wunder schriftlich niedergelegt. Und weiterhaben diese dann noch später tausende Erforscher der Hadithe und ihnen allen voran die vier Imame der Gesetzeslehrer (Mutschtehid) weitergegeben und schriftlich festgehalten. Danach haben dann zweihundert Jahre nach der Hidschra die Autoren der hochgeschätzten Sechs Bücher (Kutubu Ssitte) vor allem Buchari und Moslim die Aufgabe, Hüter zu sein, auf ihre Schultem geladen. Tausende scharf sinniger Kritiker (Munekkid) wie Ibn Dschausi traten auf und fanden die Unterscheidungsmerkmale der unechten Hadithe heraus, die sich durch einige Irregeleitete (Mulhid), Gedankenlose, Vergeßliche oder Dilettanten eingeschlichen hatten, heraus und zeigten sie auf. Später hat dann der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, siebzig Mal wieder Gestalt angenommen, was auch von den Entdeckern (im Reiche des Geistes) bestätigt worden ist, und hat große Forscher und Gelehrte wie Dschalaluddin asSuyuti in ihrem wachen Zustand mit einem vemauten Gespräch beehrt. Diese haben die Diamanten echter Überlieferungen (Hadith-i Ssahih) von anderen Aussprüchen und falschen Aussagen geschieden. So sind denn die Geschehnisse und Wunder, die wir hier behandeln wollen, von Hand zu Hand, von vielen verschiedenen, ja vielleicht zahllosen starken und zuverlässigen Händen wohlbehalten tradiert, bis auf uns gelangt. "LobpreisundDankseiGott!DiesgeschadurchdieGnademeinesHerrn." So ist es denn aus diesem Grunde, daß es uns nicht in den Sinn kommen sollte, zu sagen: "Wie können wir denn wissen, ob diese Hadithe, die einer so weit zurückliegenden Zeit entstammen, uns aus jener Zeit bis in unsere Zeit hinüber, rein und unverfälscht überliefert sind?" Erstes Beispiel für ein als zuverlässig überliefertes Wunder an Segensfülle (bereket): Die Sechs Bücher zuverlässiger Überlieferungen (Kutub-u Ssitte-i Ssahiha), besonders aber Buchari und Moslem, berichten übereinstimmend, daß während der Hochzeit des Ehrenwerten Botschafters, mit dem Friede und Segen sei, mit Hasret Seyneb, die Mutter von Hasret Ennes, Umm Ssuleym, ein zwei Handvoll Datteln in etwas Fett backte, sie in eine Schüssel füllte und sie durch Hasret Ennes dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Frieden und Segen sei, schickte. Dieser befahl Ennes; "Rufe diesen und jenen herbei. Auch lade jeden ein, dem du begegnest." Da rief Ennes sie und alle, denen er begegnete herbei. Es kamen an die dreihundert Ssahabis und füllten Hochzeitssaal und Vorraum (Ssuffe). Ihnen befahl er: "Lagert euch in Gruppen zu zehn Personnen!" Sodann hielt er seine gesegnete Hand über dieses karge Mahl,sprach ein Gebet und forderte alle auf,zuzulangen. Da aßen alle diese dreihundert Menschen und waren satt geworden, als sie sich wieder erhoben. Nun gab er Ennes die Weisung: "Sammle wieder ein!" Und Ennes berichtet davon: "Ich weiß nicht, ob dieses Mahl, als ich es in die Schüssel füllte, ein reichliches Mahl war. Doch konnte ich keinen Unterschied finden, als ich es wieder einsammelte." Zweites Beispiel: Es gab da den Gastherrn des Propheten, Abu Ajjub al-Ansari (der den Propheten nach seiner geglückten Flucht in Medina gastfrei aufgenommen hatte - d. Ü). Dieser Abu Ajjub sagte anläßlich eines Besuches, mit dem der Prophet sein Haus beehrte: "Ich habe für den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, und fiir Ebu Bekir-asSiddiq eine Mahlzeit zubereitet, ausreichend für zwei Personen." Doch dieser befahl: "Lade dreißig unter den Vornehmen der Helfer (d.h. Medinenser, die den Flüchtlingen aus Mekka Asyl gewährt halten - d. Ü.) ein." Es kamen dreißig Personen und aßen. Danach befahl er:. "Lade siebzig ein!" Da lud er noch sechzig ein und sie kamen und aßen. Danach befahl Da lud er noch siebzig ein und sie kamen und aßen. Es war aber noch Essen in den Schüsseln übrig geblieben. Alle,die gekommen waren, nahmen wegen dieses Wunders den Islam an und leisteten ihm den Treue-Eid. Von diesem Mahl für zwei Personen hatten einhundertundachtzig Personen gegessen. Drittes Beispiel: Von Hasret Omar ibnu-1'Hattab, Abu Huraira, Sseleme ibnu-1'Eqwa, Abu Amratu-1'Ensari und aus noch vielen anderen Quellen stammt der folgende Bericht: Während einer Schlacht hatte das Heer nichts zu essen. Da wandten sie sich an den Ehrenwerten Botschaf ter, mit dem Frieden und Segen sei. Dieser befahl: "Sammelt, was bei eurem Gepäck noch an Lebensmitteln übrig geblieben ist!" Da brachte ein jeder noch ein paar Datteln herbei. Die größte Menge, die jemand noch beizusteurn vermochte, waren vier Handvoll. Sie schütteten das alles auf eine Matte. Sseleme sagt: "Ich schätzte die Größe des aufgehäuften Berges auf nicht mehr als etwa die einer liegenden Ziege." Sodann sprach der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, ein Gebet um den Segen und befahl: "Jeder bringe seine Schüssel!" Da kamen sie alle herbeigelaufen. In diesem Heere blieb keine Schüssel übrig. Sie wurden alle gefüllt. Es blieb sogar noch etwas übrig. Dies überliefert uns einer der Ssahabis mit den Worten: "Nach der Art, wie dieser Segen seinen Fortgang nahm und sich ausbreitete, wurde mir klar: Wären auch alle Bewohner dieser Erde gekommen, es hätte für sie alle gereicht." Viertes Beispiel: Die Bücher zuverlässiger Überlieferungen, besonders aber Buchari und Moslem, berichten: Abdurrahman Ibn Abu Bekir-isSiddiq sagt: "Wir waren einmal mit einhundertdreißig Ssahabis zusammen mit dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei. Es wurde Brotteig aus vier Handvoll Mehl bereitet. Auch eine Ziege wurde geschlachtet und gekocht. Nur die Leber und die Nieren wurden gebraten. Ich schwöre, daß er von diesem Braten jedem Ssahabi ein Stück abgeschnitten und gegeben hat. Sodann füllte der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, das gekochte Fleisch in zwei Töpfe. Wir alle aßen, bis wir satt waren. Es blieb noch ein Rest übrig. Diesen Rest lud ich dann auf ein Kamel. Fünftes Beispiel: Die Bücher zuverlässiger Überlieferungen künden mit großer Bestimmtheit: Während der Schlacht der Völkerstämme Medinas, an dem berühmten Tag der Grabenschlacht (Khandaq) berichtet Hasret Dschabiru-1'Ansari unter Eid: "An jenem Tage aßen tausend Mann von einem Brot, gebacken aus vier Handvoll Gerste und einem einjährigen Zicklein und es blieb noch genau so viel über." Und Hasret Dschabir erzählt: "An jenem Tage war das Essen in meinem Hause zubereitet worden. Alle tausend Mann aßen von dem Brot und von dem Lamm und gingen wieder. Doch es kochte noch immer und der Topf war noch voll und von dem Teig wurde weiter Brot gebacken. Er hatte in den Teig und den Topf aus seinem gesegneten Munde etwas Speichel gegeben und dabei ein Gebet um Segen gesprochen." Dies sagte Hasret Dschabir in Gegenwart von tausend Personen unter Eid aus, wodurch er sie in dieses Wunder der Segensfülle mit einbezog, was bedeutet, daß dieses Geschehnis als so zuverlässig angesehen werden darf, als wäre es von tausend Menschen überliefert worden. Sechstes Beispiel: Nach einer absolut zuverlässigen Überlieferung sagt der berühmte Abu Talha, der Onkel von Hasret Ennes, dem Diener des Propheten: Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, speiste einmal sechzig, siebzig Leute mit einem kleinen Gerstenbrot, das Ennes unter dem Arm herbeigebracht hatte, und alle wurden sie satt." Er hatte befohlen: "Brecht dieses Brot in kleine Stücke!" und ein Gebet um Segen darüber gesprochen. Da sein Haus eng war, aßen sie in Gruppen zu zehn Personen und gingen jeweils wieder, nachdem sie satt geworden waren. Siebentes Beispiel: Nach einer absolut zuverlässigen Überlieferung wird in so zuverlässigen Büchern wie Shifa esh-Sherif und Moslim berichtet: Dschabiru-I'Ensari erzählt: "Ein Mann bat den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, um etwas zu essen für seine Familie. Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, gab ihm einen halben Sack Gerste. Lange Zeit aßen der Mann mit seiner Familie und seinen Gästen von dieser Gerste. Sie bewahrten sie und sie ging nicht zur Neige. Da versuchten sie deren Abnahme durch Nachmessen herauszufinden. Da hörte der Segensstrom auf und die Abnahme begann. So ging er wieder zu dem Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei und berichtete ihm von dem Vorfall. Der aber gab ihm zur Antwort: "Hättet ihr nicht mit der Waage nachgemessen, hättet ihr bis an euer Lebensende Genüge gehabt." Achtes Beispiel: In so zuverlässigen Büchern, wie Tirmidhi, Nessa'i, Beyhaqi und Schifa esch'Scherif, wird berichtet: Hasret Ssemura ibn Dschundub sagt: "Zu dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, wurde ein Topf Fleisch gebracht. Vom Morgen bis zum Abend kamen die Leute in Scharen und aßen." Folgen wir also dem Sinn (sirr) der Erklärung in unserem Vorwort, so ist dieses Beispiel für einen Segen nicht einzig eine Überlieferung von Semure, vielmehr erzählt es uns Semure als Vertreter der Gemeinschaft derer,die alle gegessen haben,also in deren Namen und mit deren Billigung. Neuntes Beispiel: Nach der Überlieferung zuverlässiger Forscher wie der des Autors von Schifa esch'Scherif, des berühmten Ibn Abi Scheyba und Tabarani und anderer Autoritäten, sagt Hasret Abu Huraira: "Der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, hat mir befohlen: Lade die mehr als hundert Asylanten (Muhadschirin) ein, welche im Hof (Ssuffe) der Berühmten Moschee (Mesdschid-i Scherif) ihr Lager aufgeschlagen haben, ein! Da habe ich sie aufgesucht und habe sie zusammengerufen. Es wurde uns allen auf einer Platte eine Mahlzeit vorgesetzt. Wir haben gegessen, so viel wie wir wollten und sind wieder aufgestanden. So wie der Topf gewesen war, als man ihn vorgesetzt hatte, so voll war er jedoch geblieben. Man sah darin nur die Spuren unserer Finger (mit denen wir das Essen aus dem Topf genommen hatten- d.Ü.)." So also hat es uns Hasret Abu Huraira berichtet, gestützt auf die Billigung all dervollendeten Leute des Hofes (Ehli Ssuffe) und in deren Namen. Das heißt also, daß es ebenso sicher ist, als wäre es sinngemäß von allen Ehli Ssuffe überliefert worden. Ja wäre es denn überhaupt möglich, daß diese geradlinigen und vollendeten Menschen geschwiegen und nicht widersprochen hätten, wenn dieser Bericht nicht aufrichtig und wahrhaftig gewesen wäre? Zehntes Beispiel: Einer absolut zuverlässigen Überlieferung nach sagt Hasret Imam Ali: "Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, versammelte einmal die Söhne der Abdulmuttalib. Es waren vierzig Personen. Einige von ihnen hätten ein ganzes Kamelkalb aufessen und vier Kiyye (etwa fünf Liter) Milch austrinken können. Er hatte jedoch für sie alle nur eine Handvoll Essen zubereitet. Sie alle aßen und wurden satt. Das Mahl aber blieb wie zuvor. Danach brachte man in einer hölzernen Schüssel etwas Milch herbei, was auch nur für drei, vier Leute gereicht hätte. Davon tranken alle ihre Genüge. Es blieb jedoch so, als hätten sie nicht getrunken. So also war dies ein Wunder, gewiß wie Hasret Alis Mut und Ergebenheit selbst. Elftes Beispiel: Einerzuverlässigen Überliefenıngnach hat der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Bilal-i Habeshi anläßlich der Hochzeit von Hasret Ali mit Fatimatu-s'Sechra befohlen: "Laß Brot aus vier, fünf Handvoll Mehl backen und ein Kamelkalb schlachten!" Hasret Bilal sagt: "Ich brachte das Mahl herbei und er berührte es mit seiner gesegneten Hand. Dann kamen die Ssahabis Gruppe für Gruppe herbei, aßen und gingen wieder. Über das, was davon übrig geblieben war, sprach er abermals den Segen, sandte jeder seiner Frauen eine Schüssel voll und befahl: "Jede soll davon essen und auch allen denjenigen etwas davon abgeben, die noch kommen werden." In der Tat ist einer solch gesegneten Hochzeitsfeier sicherlich ein solcher Überfluß angemessen! Und dieses Geschehnis steht fest! Zwöltes Beispiel: Hasret Imam Dschafer asSadiq berichtet von seinem Vater, Imam Mohammed al-Baqir, welcher von seinem Vater Imam Seyn al-Abidin, welcher von Imam Ali berichtet: Fatimatus-Sehra hatte eine Mahlzeit bereitet, die nur für zwei Personen reichte. Dann sandte sie Ali, damit er den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, herbeihole, mit ihm zu essen. Er gab ihm die Ehre und befahl sodann, daß fürjede seiner Frauen eine Schüssel voll von dem Essen gesandt werden solle. Danach teilte er noch für sich, Ali, Fatima und die Kinder eine Schüssel ab. Davon ezzählt Hasret Fatima:"Als wir den Topf aufhoben, war er noch immer gefüllt bis zum Rand. Mit der Gnade Gottes aßen wir noch lange Zeit." Warum denn nur willst du dieses Wunder an Segensfülle, daß dir.durch eine solch leuchtende Reihe (Ssilsile) von Überlieferern berichtet wurde, nicht genauso glauben, als hättest du es mit eigenen Augen gesehen? In der Tat vermag selbst der Satan in dieser Angelegenheit keine Ausrede mehr zu fınden. Dreizehntes Beispiel: Zuverlässige Lehrer(imam) wie Abu Davud, Ahmed ibn Hanbal und Imam Beyhaqi berichten von Dukeynu'1-Ahmesi ibn Ssa'idu'I-Museni, Nu'man ibn Muqarrinu'1-Ahmesiyyu'1-Museni, der mit seinen sechs Brüdern die Ehre eines Gesprächs hatte und zu den Ssahabis gehörte, und aufgrund verschiedener Quellen auch von Hasret Omar ibnu'1-Hattab, daß der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, Hasret Omar befohlen habe: "Versorge die vierhundert Reiter vom Stamme Ahmesi mit Proviant für ihre Reise!" Hasret Omar entgegnete ihm: "Oh Botschafter Gottes! Alles was wir noch an Vorrat haben, sind nur noch einige Scheffel (etwa 5 kg). Die Menge ist etwa so groß wie ein liegendes Kamelkalb." Da gab er Weisung: "Geh und gib es!" Er ging und gab ihnen von dieser halben Kamellast Datteln Reiseproviant ausreichend für vierhundert Reiter und sagte danach: Es blieb noch die alte Menge übrig, so als hätte man gar nichts davon weggenommen. So ereignete sich also dieses Wunder der Segensfülle, an dem vierhundert Mann und insbesondere Hasret Omar beteiligt waren. Sie sind es, auf denen diese Erzählung beruht. Ihr Schweigen ist deren Bestätigung, So geh denn nicht darüber hinweg, indem du sagst, dies sei ja nur der Bericht von zwei, drei Einzelpersonen! Doch selbst wenn solche Ereignisse nur einzelstehende Berichte wären, gäben sie dennoch die Überzeugung einer sinngemäßen allgemeinen Überlieferung. Vierzehntes Beispiel: Die Zuverlässigen Bücher (Kutub-u Ssahiha), vor allem Buchari und Moslim, berichten: Hasret Dschabirs Vater starb. Er war hoch verschuldet, ein großer Schuldner bei seinen jüdischen Gläubigern. Dschabir bot seines Vaters ganzen Besitz dagegen auf. Doch sie nahmen ihn nicht an. Denn der Emag des Gartens konnte auf Jahre hinaus seine Schulden nicht decken. Da ordnete der Ehrwürdige Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, an: "Bringt die Ernte ein und tragt sie zusammen und so geschah es. Der Ehrenwerte Gesandte, mit dem Friede und Segen sei, besichtigte die Ernte und betete. Als dann später Dschabir die gesamte Schuld seines Vaters bezahlt hatte, blieb immer noch gleich viel übrig, wie die Ernte eines Jahres erbracht hätte.(oder nach einer anderen Überlieferong: genau so viel, wie er seinen Gläubigern gegeben hatte). Über dieses Geschehnis waren seine jüdischen Gläubiger höchst erstaunt und verblüfft. So ist denn dieses ganz offensichtliche Wunder der Segensfülle nicht bloß ein Bericht einiger weniger, wie Hasret Dschabir, vielmehr haben diese ihn wie eine allgemeine sinngemäße Übereinstimmung (tevatur) stellvertretend für viele Menschen, die von diesem Ereignis mit betroffen waren, überliefert, sodaß es bereits an Übereinstimmung grenzt. Fünfzehntes Beispiel: Forscher (muhaqqiq) wie besonders Tirmidhi und Imam Beyhaqi berichten aus zuverlässiger Quelle, daß Hasret Abu Huraira sagt: In einer Schlacht (nach einer anderen Überlieferung soll dies die Schlacht von Tebuk gewesen sein) hatte das Heer nichts zu essen. Da fragte der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: "Ist noch etwas da?" Ich sagte: "In meiner Satteltasche sind noch ein paar Datteln." (Nach einer anderen Überlieferung sollen es fünfzehn gewesen sein) Er sagte: "Bring sie mir!" und ich brachte sie ihm. Er griff mit seiner segensreichen Hand hinein, zog eine Handvoll heraus und legte sie in eine Schüssel. Dann geruhte er, ein Segensgebet darüber auszusprechen, wonach er die Soldaten in Gruppen zu zehn herbeirief; und sie alle aßen. Danach befahl er: "Behalte, was du noch hast und bewahre es! Leere es aber nicht aus!" Da nahm ich (die Tasche), griff mit der Hand hinein und brachte noch einmal soviel zum Vorschein. Ich habe von diesen Datteln, solange wie der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, am Leben war und noch zu Lebzeiten von Abu Bekr, Omar und Othman, gegessen. (Aus einer anderen Quelle wird überliefert: Ich habe von diesen Datteln noch manche Menge verschenkt in Gottes Namen. Später dann, nach der Ermordung von Hasret Othman, fiel diese Satteltasche Räubern in die Hände und wurde geplündert. Da verschwanden auch die Datteln.)So sollte denn ein solchesWunder der Segensfülle,wie es sich an einem derartigen Sammelplatz wie dem Schlachtfeld bei Tebuk ereignet hat und von dem uns Hasret Abu Hureyra berichtet, der ein ständiger Schüler jener Heiligen Medresse, ein bedeutender Novize der Ssuffa (= Hof der Moschee von Medina) war, ein Murid der Tekke des Lehrers des Alls, eines Lehrers, auf den die ganze Welt stolz ist (Friede und Segen sei mit ihm), dem die Bitte um das Gebet des Propheten für die Stärkung seines Erinnerungsvermögens gewährt worden war, es sollte ja eiıı solches Wunder in seiner Bedeutung die gleiche Kraft und Sicherheit besitzen wie das Wort eines ganzen Heeres von Soldaten. Sechzehntes Beispiel: In zuverlässigen Büchern, vor allem Buchari, wird aufgrund autentischer Quellen mitgeteilt, daß einmal Hasret Abu Huraira, als er hungrig war, dem Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, in dessen Glückliche Heimstatt folgte. Dort sahen sie, daß, jemand einen Becher Milch gebracht hatte. Da befahl der Ehrenwerte Botschafter, mit dem Friede und Segen sei: "Rufe die Leute aus dem Hof (Ehl-i Ssuffe) herbei!"Ich dachte in meinem Herzen: "Ich könnte die ganze Milch austrinken. Ich benötige sie noch dringender." Doch um des Befehls des Propheten willen, rief ich sie, versammelte sie. Es waren ihrer mehr als hundert. Da gab er Weisung: "Gib ihnen zu trinken!" So gab ich denn einem nach dem anderen von der Milch zu trinken. Jeder einzelne von ihnen trank solange, bis er genug hatte; dann gab ich dem nächsten davon. So tranken sie einer nach dem anderen. Alle Ehl-i Ssuffe tranken von dieser lauteren Milch. Danach wies er mich an: "Der Rest ist für dich und für mich. Trink!" So trank ich denn und er befahl mir: "Trink nur, trink!" bis ich sagte: "Ich schwöre dir bei dem Herrn der Herrlichkeit, der dich mit der Wahrheit gesandt hat, daß ich nicht mehr im stande bin, noch mehr zu trinken." Da nahm er selbst, sagte: "Im Namen Gottes!" dankte und trank den Rest. Möge es ihm hunderttausend Mal gesegnet sein! So ist denn dieses unverfälschte, zweifelsfreie, unbestreitbare Wunder der Segensfülle, rein und lauter wie die Milch selbst, wie es in den Sechs Zuverlässigen Büchern und allen voran von Hasret Buchari berichtet wird, der fünfhunderttausend Hadithe auswendig wußte, so sicher als habe man es mit eigenen Augen gesehen. Wer als Moslim einen solchen Bericht, wie er von Abu Hureyra überliefert wird, der ein berühmter und treu ergebener Schüler und Hafis der Ssuffe in der geheiligten Medresse Ahmeds (ASM) war und gleichsam alle Leute der Ssuffe als Zeugen anführt, so als ob er sie alle repräsentiere, nicht für ebenso sicher hält, wie es allgemeiner Überlieferung entspricht, der müßte entweder in seinem Herzen verdorben sein, oder aber keine Vernunft besitzen. Ja wäre es denn überhaupt möglich, daß jemand, so ver Grauensvoll wie Abu Hureyra, der sein ganzes Leben der Hadith und dem Glauben geweiht hatte, der die Hadith: "Wer immer absichtlich eine Lüge übermich erdichtet, der bereite sich auf seinen Platz in der Hölle vor." gehört hatte und sie weiter gab, eine Überlieferung, die er in seinem Gedächtnis aufbewahrte, in ihrem Wert als Hadith des Propheten herabsetzen, ihre Unanfechtbarkeit einem Zweifel aussetzen könnte? Oder durch ein abweichendes Wort, eine Erzählung, die gar nicht fundiert ist; den Widerspruch der Ehl-i Ssuffa herausfordern würde? Undenkbar! Oh Herr! Im ehrfürchtigen Gedenken an diese Deine Segnungen für den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei, schenke auch uns Segen für den materiellen und geistigen Unterhalt, den Du uns geschenkt hast! Eine wichtige Anmerkung: Es ist ja bekannt, daß schwache Dinge, miteinander verbunden, einander stärken. Dünne Fäden, miteinander versponnen, bilden ein starkes Seil. Starke Seile, miteinander verflochten, kann keiner zerreißen. So haben wir denn von fünfzehn Arten Wundem nur solche, die sich mit einer wunderbaren Vermehrung befassen, und von dieser Art wiederum, nur eine von fünfzehn Unterarten anhand von sechzehn Beispielen dargestellt. Jedes Beispiel, für sich betrachtet, wäre allein schon beweiskräftig genug gewesen, das Prophetentum zu bestätigen. Selbst einmal den unmöglichen Fall angenommen, wir würden einige von ihnen nur für ein schwaches Beispiel halten, könnte man ein solches dennoch nicht ein schwaches Beispiel nennen, denn wenn es mit beweiskräftigen verbunden wird, gewinnt es an Stärke. Zudem stellen diese sechzehn Beispiele in ihrer Gesamtheit durch ihre sinngemäße, absolut zweifelsfreie Übereinstimmung ein einziges, beweiskräftiges, bedeutsames Wunder dar. Faßt man nun aber mit diesem einen, bedeutsamen Wunder die übrigen vierzehn, nicht erwähnten Unterarten einer wunderbaren Vermehrung zusammen, so entsteht daraus ein überaus großes Wunder, das einem starken Tau gleicht, welches man unmöglich zerreißen kann. Füge nun zu diesem übergroßen Wunder die anderen vieızehn Arten Wunder hinzu, dann siehe, welch ein beweiskräftiges, unerschütterlich sicheres Zeugnis für das Prophetentum Ahmeds (ASM) nun sichtbar wird! So ist denn die Säule, die das Prophetentum Ahmeds (ASM) stützt, eine Säule, so stark wie ein Berg, gebildet aus dieser (oben dargestellten) Zusammenfassung. Daraus magst du jetzt ersehen, was für ein Unverstand es ist, einen derart solide abgestützten Kuppelbau (mit den Wundem als Säulen und dem Prophetentum als Dach - d.Ü.) aufgrund von angezweifelten Beispielen und mißverstandenen Einzelheiten als schwankend und baufällig zu betrachten. In der Tat erweisen es diese (oben dargestellten) Vermehrungswunder: Mohammed-i Arabi, mit dem Friede und Segen sei, ist der Geliebte und Beauftragte des Allbarmherzigen und Freigiebigen Herrn, der allen ihre Versorgung verleiht und ihre Versorgung (vermehrt und) erschafft. Er ist Sein hochgeehrter Diener und Verehrer, dem Er aus dem Nichts, allein aus dem Unsichtbaren und entgegen allem Gewohnten, mit verschiedenen Speisen das Mahl bereitet. Es ist ja bekannt, daß die Halbinsel Arabien ein Landstrich ist, wo das Wasser und der Ackerboden rar sind. Darum waren seine Bewohner und besonders zu Beginn der islamischen Zeit die Ssahabis einer Nahrungsmittelknappheit ausgesetzt, zusätzlich zu dem Wassernıangel, von dem sie so häufig betroffen waren. So ereigneten sich denn auch aus diesem Grunde die bedeutendsten unter den offensichtlichen Wundern Ahmeds, mit dem Friede und Segen sei, in Verbindung mit Essen und Trinken. So gelten denn diese Wunder, mehr als nur ein Zeugnis und ein Wunder zur Bestätigung seines Prophetentums in einer Notlage, als ein Hulderweis Gottes, eine Gabe des Herrn, ein Gastmahl des Allerbarmers für den Ehrenwerten Botschafter, mit dem Friede und Segen sei. Denn die diese Wunder gesehen haben, haben sein Prophetentum bestätigt. Aber wenn ein Wunder in Erscheinung trat, mehrte es ihren Glauben. Licht über Licht! Achtes Zeichen Erklärt einen Teil der Wunder, die mit dem Wasser in Verbindung stehen. Einleitung: Es ist ja bekannt, daß die Richtigkeit von Geschehnissen, die sich in einer Gemeinschaft ereignet haben, insoweit sie nur von einer einzigen Quelle (ahadi) überliefert wurden und insofern dabei kein Widerspnıch erfolgte, dennoch als erwiesen gilt. Denn es liegt im Wesen (fitrat) des Menschen, eine Lüge Lüge zu nennen und entspricht seinem natürlichen Interesse. Handelt es sich da.bei insbesondere um Ssahabis, die mehr als andere Leute vor einer Lüge nicht schweigen, und bezieht sich dann dieses Ereignis noch dazu auf den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen tei, und ist dann auch noch der, welcher es überliefert, unter den Ssahabis besonders bekannt, so wird dieser eine, welcher die Kunde überliefert, diese ganz sicher als ezn Vertreter dieser Gemeinschaft weitergeben, die das Ereignis gesehen hat. Was nun die Wunder betrifft, bei denen es um Wasser geht und die wir nun hier behandeln wollen, so ist einjedes Beispiel, das wir hier anführen werden, über viele Kanäle, durch die Hände vieler Ssahabis gegangen und von Tausenden Tabüne (= den Schülern der Ssahabis) wiederum zur Hand genommen worden und diese haben es wiederum unversehrt den Händen der Mutschtehidine (d.h. ihren Schülern) im zweiten Jahrhundert d.H. übergeben. Auch diese haben es wiederum mit großem Ernst und aller Ehrerbietung als authentisch übernommen und es den Händen der Muhaqqiqin (Forscher) im nächstfolgenden Jahrhundert tradiert. So sind sie denn alle durch viele tausend zuverlässiger Hände gegangen, bis sie schließlich am Ende auch unser Jahrhundert erreichten. In der Tat |